Kontinuierliche, subkutane Infusion (KSKI) von Opioiden

  • Enno Freye

Zusammenfassung

Alternativ wird bei chronischen Schmerzen von einigen Zentren die „kontinuierliche subkutane Infusion“ (KSKI) über eine Pumpe empfohlen, wobei subklavikulär, in der vorderen Thoraxwand oder im Abdominalbereich das Opioid kontinuierlich über eine subkutane Nadel (Typ Butterfly No. 25 oder 27; Rutter 1980; Bruera 1981; Bruera 1987; Schoon 1987) oder über ein aus der Diabetologie bekanntes Sub-Q-Soft-Setsystem (Fa. Baxter) appliziert wird (Abb. 22.1). Die Vorteile sind die hohe Patientenakzeptanz, der einfache und sichere Applikationsweg bei guter Schmerzbefreiung und die einfache Handhabung der Pumpen (Abb. 22.2). Ein Wechsel des Applikationsortes erfolgt bei Schmerzen am Ort der Injektion, Rötung, Schwellung oder Leckage (im Mittel nach einer Woche). Der Blutspiegel ist unter dieser Applikationsweise konstant und zeigt keine Schwankungen (Waldmann 1984). Auch sollen die bei einer systemischen Gabe auftretenden Nebenwirkungen, wie Sedierung, Nausea und Konfusion, unter der kontinuierlichen subkutanen Opioidgabe geringer sein als unter parenteraler Applikation (Dickson 1982; Moulin 1992). Wie in vielen Fällen ist auch hier der Erfolg von der gestellten Indikation abhängig. Am meisten profitieren können von dieser Methode Patienten mit

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Enno Freye
    • 1
  1. 1.UniversitätsklinikenHeinrich-Heine-Universität DüsseldorfDüsseldorfDeutschland

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