Advertisement

Der Schmerz als Teil des protektiven Systems

  • Enno Freye

Zusammenfassung

Der Schmerz als Warnsymptom, der die Aufmerksamkeit des Individuums auf die verletzte Stelle richtet, damit eine weitere Schädigung vermieden bzw. schützende Maßnahmen ergriffen werden, kann ein derartiges Ausmaß annehmen, daß die als Schutzmaßnahmen gedachten körperlichen Reaktionen Überhand nehmen und zu einer weiteren Belastung des Individuums führen. So führen Schmerz und Angst über eine Aktivitätssteigerung des adrenergen Nervensystems zu einer Ausschüttung von Adrenalin und Noradrenalin. Gleichzeitig werden über die Achse Kortex-Hypothalamus-Adenohypophyse-ACTH die Gluko- und Mineralokortikoide aus der Nebenniere ausgeschüttet. Vom Hypophysenhinterlappen werden unter der den Schmerz begleitenden Streßreaktion die Hormone ADH (antidiuretisches Hormon) und STH (somatotropes Hormon) freigesetzt. Alle diese Abwehrreaktionen führen im kardiovaskulären System zu folgenden Veränderungen:
  • Hypertonie,

  • Tachykardie,

  • Vasokonstriktion (peripher und im Splanchnikusgebiet),

  • vermehrte Herzarbeit,

  • gesteigerte kardiale Erregbarkeit,

  • Zunahme des myokardialen Sauerstoffbedarfs.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Enno Freye
    • 1
  1. 1.UniversitätsklinikenHeinrich-Heine-Universität DüsseldorfDüsseldorfDeutschland

Personalised recommendations