Die Myelographie

  • R. Kautzky
  • K. J. Zülch
  • S. Wende
  • A. Tänzer

Zusammenfassung

Im Jahre 1919 wurde von Dandy die Luftmyelographie in die Röntgendiagnostik eingeführt (s. S. 183), doch waren ihre Ergebnisse — durch den damaligen Stand der Röntgentechnik bedingt — zunächst unbefriedigend. Man glaubte, die Unzulänglichkeiten der Luftmyelographie mit Hilfe positiver Kontrastmittel beherrschen zu können. Sicard und Forestier, die für die Bronchographie das Präparat Lipiodol — ein jodiertes Mohnöl — entwickelt hatten, konnten damit 1922 die erste Myelographie durchführen. Nach Injektion des Kontrastmittels in die Cisterna magna in Mengen bis zu 2 ml konnte man sich über die Passage im Spinalkanal Auskunft verschaffen. Kleinere Prozesse, die die Passage nicht vollständig behinderten, blieben allerdings oft unerkannt. Nachteilig wirkte sich auch aus, daß das Lipiodol nicht resorbiert wurde und zu Fremdkörper-Granulomen bzw. zu chronisch-adhäsiven Arachnitiden führen konnte. Das gleiche galt auch für das Präparat Jodipin, ein jodiertes Sesamöl.

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Literatur siehe

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1976

Authors and Affiliations

  • R. Kautzky
    • 1
  • K. J. Zülch
    • 2
  • S. Wende
    • 3
  • A. Tänzer
    • 1
  1. 1.Neurochirurgische Abteilung der NeurologischenUniversitäts-KlinikHamburg 20Deutschland
  2. 2.Abteilung für Allgemeine NeurologieMax-Planck-Institut für HirnforschungKöln 91Deutschland
  3. 3.Abteilung für Neuroradiologie der NeurochirurgischenUniversitäts-KlinikMainzDeutschland

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