Neurologie pp 503-514 | Cite as

Multiple Sklerose

  • Klaus Poeck
  • Werner Hacke
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die Multiple Sklerose (MS) wurde in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts von dem großen französischen Neurologen Charcot beschrieben. Wenn er in dem Pariser Armenkrankenhaus La Salpêtrière Visite machte, fiel ihm auf, dass manche Patienten, wenn sie ihn seitwärts anblickten, einen Nystagmus bekamen. Wenn sie ihm die Hand reichten, zeigten sie einen Intentionstremor, und ihre Sprechweise legte auf jede Silbe eine „skandierende“ Betonung. Diese Symptomkombination wurde später als Charcot-Trias bekannt.

Bei der Autopsie solcher Patienten fand man multiple, gliöse Herde im ZNS, und die „Sclérose en plaques“ wurde eine der am besten bekannten Nervenkrankheiten. Dennoch blieb ihre Ätiologie — nicht die Pathogenese — bis heute unbekannt, und zur Behandlung wurden sehr viele Methoden angewendet, die heute nur Verwunderung hervorrufen können. Eine davon war die Quecksilberschmierkur, bei deren Anwendung die Fenster des Zimmers geschlossen werden mußten, damit die Quecksilberdämpfe nicht entweichen konnten.

Heute werden Therapieverfahren eingesetzt, die in den pathogenetischen Mechanismus eingreifen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Klaus Poeck
    • 1
    • 2
  • Werner Hacke
    • 3
  1. 1.AachenDeutschland
  2. 2.Neurologischen Klinik, Medizinische EinrichtungenRheinisch-Westfälische Technische HochschuleAachenDeutschland
  3. 3.Neurologischen KlinikUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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