Neurologie pp 433-440 | Cite as

Schwindel und Tetanie

  • Klaus Poeck
  • Werner Hacke
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Im Englischen wird sprachlich zwischen einer unsystematischen Unsicherheit mit Unwohlsein (dizziness) und gerichtetem Schwindel mit Wahrnehmung einer Scheinbewegung (vertigo) unterschieden. Im Deutschen wird auch kurzfristiges oder länger dauerndes Unwohlsein, Schwanken oder das Gefühl „als ob der Boden unter den Füßen versinkt” als Schwindel bezeichnet. Es ist deshalb sehr wichtig, eine anschauliche Beschreibung der Schwindelphänomene in der Anamnese zu erhalten.

Schwindel im allgemeineren Sinne ist weit verbreitet. Die Patienten werden vom HNO-Arzt oder Neurologen oft an Kollegen verschiedener Fachrichtungen überwiesen. Genauere Häufigkeitsangaben sind schwer zu erhalten. Als vermutlich häufigste Schwindelform werden wir hier den gerichteten Schwindel besprechen, der vom Gleichgewichtsorgan ausgelöst wird. Auch der psychisch bedingte, meist phobisch besetzte Schwindel wird erörtert. Am seltensten führen Gehirnkrankheiten zum Schwindel — dies sind die gefährlichsten Ursachen.

Schwindelsyndrome haben eine multisensorische Pathogenese. Die Patienten sollen in Zusammenarbeit zwischen HNO-Arzt und Neurologen untersucht und behandelt werden.

Auch Diagnose und Behandlung derTetanie verlangen die Zusammenarbeit mehrerer Fachgebiete: Neurologie, Innere Medizin und oft auch Psychosomatik.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Klaus Poeck
    • 1
    • 2
  • Werner Hacke
    • 3
  1. 1.AachenDeutschland
  2. 2.Neurologischen Klinik, Medizinische EinrichtungenRheinisch-Westfälische Technische HochschuleAachenDeutschland
  3. 3.Neurologischen KlinikUniversität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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