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Einführung

  • Alfred Neudörfer
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Zusammenfassung

“Die Unfallverhütungstechnik ist eines jener wichtigen Sondergebiete der technischen Wissenschaften, durch deren Verwertung nicht nur einem bestimmten Interessentenkreise, sondern der gesamten mit der Technik in Berührung kommenden Bevölkerungsschichten die größten Vorteile erwachsen, an deren Ausgestaltung, Förderung und Vervollkommnung daher auch die Angehörigen dieser Schicht ein lebhaftes Interesse haben oder wenigstens haben sollten.” Mit diesen Worten beginnt eine Dissertation [1.1] aus dem Jahre 1906, wohl die erste im deutschen Sprachraum, die sich mit der technischen Unfallverhütung, konkret mit konstruktiven und funktionellen Aspekten von Fingerschutzeinrichtungen für Tiegeldruckpressen, wissenschaftlich auseinandersetzt, Bild 1.1-1. Der Präventionsgedanke und die sich aus ihm entwickelnde Sicherheitstechnik waren zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nur eine Angelegenheit betrieblicher Praktiker oder der Aufsichtsbehörden, sondern auch der Stätten, in denen Technik in Gestalt von Forschung und Lehre gepflegt wurde, der Technischen Hochschulen. Dies ist insofern bemerkenswert, da um die Jahrhundertwende Schutzeinrichtungen, wie wir sie heute an Maschinen gewohnt sind und wie sie vielfach Pflicht sind, kaum anzutreffen waren. Das belegt z. B. das aus einem Lieferkatalog nach [1.2] aus dieser Zeit entnommene Bild einer Prägemaschine, Bild 1.1-2. Obwohl die dargestellte Maschine zahlreiche Gefahrstellen mit erheblichem Verletzungspotential aufweist, ist der einzig erkennbare Schutz die etwas bescheiden ausgefallene Verdeckung der Zahnradeinläufe.

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Schrifttum

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2002

Authors and Affiliations

  • Alfred Neudörfer
    • 1
  1. 1.Mechatronik und Maschinenakustik Fachbereich 16Technische Universität DarmstadtDarmstadtDeutschland

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