Stoffe, die die körpereigene Abwehr herabsetzen (Immunsuppressiva)

  • Hermann Plötz

Zusammenfassung

Das körpereigene Immunsystem soll unseren Organismus vor Angriffen fremder Substanzen schützen. Hierzu zählen Bakterien, Viren und Pilze, aber auch chemische und natürliche Stoffe wie Asbest, Formaldehyd oder Blütenpollen. Können die Stoffe in unseren Körper eindringen (z. B. in die Blutbahn), so haben wir spezielle Abwehrzellen, die diese Substanzen oder Erreger als „fremd“ erkennen (vgl. T-Lymphozyten oder allgemein weiße Blutzellen). Wird nun ein Teilchen als fremd erkannt (ganz egal ob es sich um ein Virus oder um Blütenpollen handelt), so wird danach unser ganzes Immunsystem aktiviert, um den fremden Stoff schnell und vollständig vernichten zu können, noch bevor er den Körper schädigen kann. Es werden vermehrt weiße Blutkörperchen, die mit dieser Aufgabe betraut sind, gebildet (vgl. Knochenmark). Hierzu zählen die B-Lymphozyten, die spezielle Antikörper gegen den Eindringling produzieren. Antikörper sind im Blut lösliche Eiweißstoffe, die nur ganz bestimmte Strukturen erkennen können. Hat ein Teilchen die Struktur erkannt, so heften sich die Antikörper an diesen Stoff. Daraufhin werden die Makrophagen und Monozyten (Freßzellen) aktiviert, die nun den „Eindringling“ zerstören („fressen“). Dieser Prozeß läuft pausenlos in unserem Körper ab, so daß wir uns frei in unserer Umwelt bewegen können, in der wir ja ständig von „fremden“ Stoffen und Erregern umgeben sind, ohne dauernd krank zu sein (Abb. 22).

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1993

Authors and Affiliations

  • Hermann Plötz
    • 1
  1. 1.Furth im WaldDeutschland

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