Histologie pp 328-369 | Cite as

Endokrine Organe

  • L. C. Junqueira
  • J. Carneiro

Zusammenfassung

Die geregelte Tätigkeit jedes vielzelligen Organismus hängt von Koordination und Integration der Funktion seiner Einzelteile ab. Nur dann ist ein ungestörter Funktionsablauf gesichert. Als Regelsysteme stehen höheren Organismen Nervensystem und endokrines System zur Verfügung. Das Nervensystem dient vor allem einer Signalübermittlung durch Aktionspotentiale (elektrische Informationsübertragung). Die Weitergabe der Information am Nervenende erfolgt beim Menschen chemisch durch Neurotransmitter (chemische Synapse; S.239). Insgesamt werden Signale im Nervensystem mit hoher Geschwindigkeit — in Millisekunden — geleitet. Demgegenüber arbeitet das endokrine System langsam; zwischen Reiz und Erfolg können Minuten bis Stunden vergehen. Die Informationsübertragung im endokrinen System findet vor allem stofflich statt. Informationsträger sind Hormone, d. h. körpereigene Wirkstoffe. Sie werden von endokrinen oder parakrinen Zellen (s.u.) synthetisiert und freigesetzt. Anschließend gelangen die Hormone auf dem Blut- oder Lymphweg bzw. durch interstitielle Flüssigkeit — also stets humoral — zum Ort ihrer Wirksamkeit. Effektiv werden Hormone nur dort, wo spezifische Empfänger, Rezeptoren (Membranrezeptoren, intracytoplasmatische Rezeptoren, S. 89), vorhanden sind. Gewebe und Organe, die auf einen Botenstoff ansprechen, werden als Zielorgane (target organs) bezeichnet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • L. C. Junqueira
  • J. Carneiro

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