Zusammenfassung

Über kaum ein psychologisches Sondergebiet ist so viel geschrieben worden — von berufener und unberufener Hand — wie über den Traum und es dürfte kaum eine Lektüre geben, die mehr enttäuschen könnte als diejenige, die sich mit Problemen des Traumlebens befaßt. Während in anderen Wissenszweigen die gemäßigte und sachgerechte Kritik der verschiedenen Schulen aneinander anreizend wirkt und effektiv auch die Sache fördert, das Problem-bewußtsein schärft und den Geist stets aufs neue anfeuert, liegt die Wissenschaft vom Traum durchaus im argen, gemessen am Umfang der Traumliteratur. Falls hier überhaupt von Schulen die Rede sein kann, so wirkt deren Polemik jedenfalls ermüdend, sie hat kaum Fruchtbringendes erbracht und sie zielte oft weniger auf echte, in der Sache gelegene Probleme als auf die Begründung der eigenen Meinung, so daß der Gang der Forschung stagnierte. Darüber hinaus verraten viele Autoren eine recht geringe Kenntnis ihrer Vorgänger — Freud bildet hier eine rühmliche Ausnahme — und gelegentlich gewinnt man den Eindruck, als werde der unliebsame Gegner absichtlich übersehen.

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Literatur

  1. 1.
    Die Zahl in den Klammern bedeutet jeweils das unter der entsprechenden Ordnungsnummer des Literaturverzeichnisses angeführte Buch. Das evtl. hinter dieser eingeklammerten Zahl stehende S. mit neuer Zahl gibt die Seitenzahl des betreffenden Werkes an, aus dem das Zitat stammt. Die hochgestellten Zahlen1,2 usf. beziehen sich auf die Fußnoten.Google Scholar
  2. 1.
    Eine Auswahl solcher Volkstraumbücher ist im Anhang des Literaturverzeichnisses zu finden.Google Scholar
  3. 1.
    Zbl. Pyschother. 12 (1940/41).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • W. v. Siebenthal

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