Zusammenfassung

Zeugnisse zur unmittelbaren Nachkriegssituation in Freiburg sind erst in neuerer Zeit eingehenderen Analysen unterzogen worden; sie »vermitteln ... den Eindruck, als sei man erlöst, aber auch tief erschöpft gewesen«1. In der zertrümmerten Stadt lebten nur noch 40000 Menschen, weniger als die Hälfte der Einwohner am Kriegsbeginn. Wohnungsnot und Hunger, unzureichende Versorgung mit Wasser und Energie, Entbehrungen auf allen Gebieten des Lebens kennzeichneten die Situation; »die in Freiburg eingerückten französischen Soldaten fanden eine Stadt vor, die eigentlich keine mehr war, die ihre Identität verloren zu haben schien«2. Die nach der militärischen Besetzung verhängten ersten Maßnahmen, wie Ausgangssperren, Requirierung von Wohnraum und Vorräten, aber auch Verhaftungen, Plünderungen, Vergewaltigungen vertieften das Elend des Alltags in der geschundenen Stadt.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1991

Authors and Affiliations

  • Eduard Seidler
    • 1
  1. 1.Institut für Geschichte der MedizinAlbert-Ludwigs-UniversitätFreiburg im BreisgauBundesrepublik Deutschland

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