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Grundzüge der Datenerhebung

  • Walter Assenmacher
Chapter
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Zusammenfassung

Vor jeder statistischen Analyse muss das Untersuchungsziel genau angegeben sein. Obwohl die Vorgabe dieses Zieles nicht zum unmittelbaren Problemkreis der Statistik, sondern zum Anwendungsbereich der jeweiligen Substanzwissenschaft gehört, hat die Formulierung des Ziels so zu erfolgen, dass seine statistische Bearbeitung möglich wird. Das bedeutet zunächst die genaue Festlegung des zu quantifizierenden Phänomens. Dies kann bereits in einer Form geschehen sein, die seine unmittelbare Beobachtung erlaubt. Ist das nicht der Fall, müssen die im Untersuchungsziel möglicherweise nur implizit enthaltenen theoretischen Konstrukte identifiziert werden. Theoretische Konstrukte sind fachwissenschaftliche Bezeichnungen, die nicht beobachtbare Sachverhalte festlegen. Wissenschaftstheoretisch findet mit ihnen ein Übergang von der Sprache der Empirie zur Sprache der Theorie statt. Beispiele für theoretische Konstrukte sind aus der Physik: Atom, Gravitation, (Magnet-) Feld; aus der Psychologie: Intelligenz, Liebe, Bewusstsein, Deprivation; aus den Wirtschaftswissenschaften: Kosten, Kapazität, Wohlstand, Konjunktur, Inflation; aus der Soziologie: Bildung, (berufliche) Stellung, Akzeptanz. Da theoretische Konstrukte nicht beobachtbar sind, müssen Operationale Definitionen entwickelt werden, die den Übergang von der theoretischen Sprache zur Beobachtungssprache leisten. Operationale Definitionen ordnen theoretischen Konstrukten Zählbegriffe der Statistik zu.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • Walter Assenmacher
    • 1
  1. 1.Fachbereich 5 Wirtschaftswissenschaften Statistik und ÖkonometrieUniversität EssenEssenDeutschland

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