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Zusammenfassung

Das Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Voraussetzungen zu erarbeiten, um die Kerbzugdehnung oder Kerbbruchdehnung als Maß für das richtungsabhängige Umformvermögen beliebiger Blechwerkstoffe anwenden zu können. Bisher lagen nur Literaturangaben über einige Stähle vor. Eine vorrangige Aufgabe bestand in der Optimierung der Kerbform, wozu Kerbzugversuche an Proben mit unterschiedlicher Kerbgeometrie aus verschiedenen Stählen, Aluminiumwerkstoffen und Messing durchgeführt wurden. Die optimale Kerbgeometrie wurde im Hinblick auf die Empfindlichkeit bestimmt, mit der eine Richtungsabhängigkeit der Kerbzugdehnung bei minimalem Fehler nachgewiesen wurde. Als werkstoffunabhängige optimale Kerbform wurde die Rundkerbe mit 1 mm Kerbradius und 1,5 mm Kerbtiefe ermittelt. Zwischen der Kerbzugdehnung von Proben der optimierten Kerbform und jener von bisher meist üblichen Proben mit 2 mm tiefen Iso-V-Kerben wurde ein proportionaler Zusammenhang festgestellt:
$$ \begin{gathered} {A_K}(U1) = 1,362{A_K}(V) \hfill \\ {\text{mit Ul: Rundkerbe, }}\rho {\text{ = 1,0 mm, t = 1,5 mm}} \hfill \\ {\text{V: Iso - Spitzkerbe, }}\rho {\text{ = 0,25 mm, t = 2,0 mm}} \hfill \\ \end{gathered} $$
(1)

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Christian Weist
    • 1
  1. 1.Institut für UmformtechnikUniversität StuttgartDeutschland

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