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Definitorische Eingrenzung

  • Matthias Burisch

Zusammenfassung

Das schwerwiegendste Hindernis für eine fundierte Erforschung des Burnout-Syndroms ist zweifellos das Fehlen einer handhabbaren oder gar operationalen Definition, die überzeugen könnte (vgl. Maslach, 1982b). Alle einschlägigen Versuche sind entweder zu umfassend oder zu spezifisch, jedenfalls ad hoc, was aus der bislang überwiegenden Orientierung auf Interventionen zu erklären ist. Bevor man den persönlichen Hintergrund, die Lebensumstände, die Reaktionen im akuten Stadium und schließlich die längerfristige Entwicklung eines von Burnout betroffenen Individuums studieren könnte, um es mit anderen, gegensätzlichen, zu vergleichen, brauchte man eine Regel, die es gestatten würde, den einen Fall unter Burnout einzuordnen, den anderen nicht. Man hat den Eindruck, daß manche Autoren die auf der Hand liegende Gefahr der Zirkularität nicht ganz gebannt haben, wenn sie schreiben, daß eine Definition „am besten anhand konkreter Fälle” zu geben sei. Für die Auswahl einschlägiger Beispiele ist ja eine Regel vonnöten, welche Fälle denn nun zu diesem Zweck herangezogen werden dürfen. Vielleicht ist aber eine „Bootstrapping”-Phase, in der man sich in Zyklen aus dem Stadium bloßer Intuition zu objektivierbaren Einteilungen hocharbeitet, am Anfang einer Forschungsentwicklung nicht zu überspringen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1994

Authors and Affiliations

  • Matthias Burisch
    • 1
  1. 1.Psychologisches Institut IIUniversität HamburgHamburgDeutschland

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