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System und Systembildung im Verwaltungsrecht

  • Eberhard Schmidt-Aßmann
Part of the Enzyklopädie der Rechts- und Staatswissenschaft book series (ENZYKLOPÄDIE)

Zusammenfassung

Das allgemeine Verwaltungsrecht ist mehr als eine akademische Disziplin, die Rechtsformen und Verwaltungsverfahren, Organisationsrecht und Staatshaftungsrecht lose verbindet. Es ist eine Ordnungsidee, die dazu beitragen soil, sich immer wieder der groBeren Zusammenhange, der durchlaufenden Entwicklungsli-nien und der Adaquanz der in den einzelnen Rechtsinstituten getroffenen Zuord-nungen zu vergewissern1. Dem liegt die Einsicht in die rationalisierende Kraft eines analytischen und der Verallgemeinerungsfahigkeit seiner Aussagen verpflichteten Denkens zugrunde2. Die Entfaltung allgemeiner Lehren aus den Besonderheiten der einzelnen Bereiche des Fachverwaltungsrechts und die Orientierung der Ein-zelaussage an allgemeinen Rechtsprinzipien sind, als wechselbeziigliche Vorgange verstanden, das Bauprinzip dieser Ordnungsidee. Methodisch bedient sie sich dazu eines systematischen Ansatzes.

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References

  1. 1.
    Das allgemeine Verwaltungsrecht ist mehr als eine akademische Disziplin, die Rechtsformen und Verwaltungsverfahren, Organisationsrecht und Staatshaftungsrecht lose verbindet. Es ist eine Ordnungsidee, die dazu beitragen soll, sich immer wieder der größeren Zusammenhänge, der durchlaufenden Entwicklungslinien und der Adäquanz der in den einzelnen Rechtsinstituten getroffenen Zuordnungen zu vergewissern1. Dem liegt die Einsicht in die rationalisierende Kraft eines analytischen und der Verallgemeinerungsfähigkeit seiner Aussagen verpflichteten Denkens zugrunde2. Die Entfaltung allgemeiner Lehren aus den Besonderheiten der einzelnen Bereiche des Fachverwaltungsrechts und die Orientierung der Einzelaussage an allgemeinen Rechtsprinzipien sind, als wechselbezügliche Vorgänge verstanden, das Bauprinzip dieser Ordnungsidee. Methodisch bedient sie sich dazu eines systematischen Ansatzes.Google Scholar
  2. 1.
    Erste Überlegungen hierzu habe ich in meiner 1982 erschienenen Schrift Das allgemeine Verwaltungsrecht als Ordnungsidee und System dargestellt. Die vorliegenden Untersuchungen wollen diese Ansätze weiterführen.Google Scholar
  3. 2.
    Vgl. Krüger, Staatslehre, S. 296 ff., 306 f. — am Beispiel der Allgemeinheit des Gesetzes: „Hieraus folgt, daß „Allgemeinheit“ auch im Zusammenhang mit den Problemen der Richtigkeit des Gesetzes als intellektueller Vorgang begriffen werden muß: Ein Gesetz ist allgemein (und deswegen richtig), wenn es der Probe unter dem Maßstab der Verallgemeine-rungsfahigkeit standhält“.Google Scholar
  4. 3.
    Heck, Begriffsbildung und Interessenjurisprudenz, bes. S. 139 ff.; Larenz, Methodenlehre, S. 437 ff.Google Scholar
  5. 4.
    Canaris, Systemdenken und Systembegriff, bes. S. 12 ff. und 40 ff., 155. Zur Vorstellung eines „Systems der Wissenschaft“ als regulativer Idee gegenüber „Partikularisierungen“ der einzelnen Disziplinen vgl. Mittelstraß, in: Frühwald u.a., Geistes Wissenschaften heute, S. 15 u. 22 ff.Google Scholar
  6. 5.
    Lorenz, Methodenlehre, S. 487; ähnlich Canaris, Systemdenken und Systembegriff, S. 106.Google Scholar
  7. 6.
    Zu ähnlichen Überlegungen vgl. Winkler, in: FG Antoniolli, S. 3 ff.; Schulte, Schlichtes Verwaltungshandeln, S. 183 ff; v. Danwitz, Verwaltungsrechtliches System, S. 26 ff.Google Scholar
  8. 7.
    So Canaris, Systemdenken und Systembegriff, S. 106.Google Scholar
  9. 8.
    Dort bes. S. 46 ff. mit der Herausarbeitung der Bedeutung der Verfassung als „allgemeine Richtschnur und Schranke des Spielraums für die Bildung, Auslegung und Anwendung der besonderen verwaltungsrechtlichen Normen“. Zur Bedeutung F. F. v. Mayers als Wegbereiter eines systematischen Verwaltungsrechts Ishikawa, F. F. von Mayer, bes. S. 121 ff. und 176 ff.Google Scholar
  10. 9.
    O. Mayer, Verwaltungsrecht, Bd. 1, S. 20; ähnlich am Beispiel der das Verwaltungsrecht durchziehenden Trennung von öffentlichem und privatem Recht Fleiner, Institutionen, S. 45 ff. Zur Ausbildung des Verwaltungsrechts ausführlich Stolleis, Geschichte des öffentlichen Rechts, Bd. 2, S. 229 ff. und S. 381 ff.; Meyer-Hesemann, Methodenwandel, S. 15 ff. Speziell zum Beitrag Otto Mayers Heyen, Otto Mayer, S. 181 ff.; Hueber, Otto Mayer, S. 155 ff. Zum amerikanischen verwaltungsrechtlichen Denken jüngst Lepsius, Verwaltungsrecht unter dem Common Law.Google Scholar
  11. 10.
    Forsthoff, Verwaltungsrecht, S. 1 f. Kritisch zu umgreifenden Definitionen auch Ehlers, in: Erichsen, Verwaltungsrecht, § 1 Rn. 5 ff.; Maurer, Verwaltungsrecht, § 1 Rn. 8; Faber, Verwaltungsrecht, § 3 LI. Zutreffend werden typische Aufgaben und Handlungsweisen vorgestellt. Auch dort, wo Definitionen durch Kombination mehrerer Aspekte gegeben werden (Wolff/Bachof/Stober, Verwaltungsrecht I, § 2 Rn. 2 ff., 12; aus jüngerer Zeit Roellecke, DV 1996, S. 1 [9]), geht es eher um Typisierungen als um trennscharfe Kriterien; ähnlich Battis, Verwaltungsrecht, S. 3.Google Scholar
  12. 11.
    Ähnlich Pitschas, in: Hoffmann-Riem/Schmidt-Aßmann/Schuppert, Reform des Verwaltungsrechts, S. 219 (224 f.).Google Scholar
  13. 12.
    Heck, Begriffsbildung und Interessenjurisprudenz, bes. S. 139 ff.; Larenz, Methodenlehre, S. 437 ff. und 474 ff.; deutlich restriktiver Peine, Das Recht als System, pass.Google Scholar
  14. 13.
    Ähnlich Schulze-Fielitz, DV 1994, S. 277 (292 ff); weiterhin die wichtigen Überlegungen von Bachof, VVDStRL Bd. 30, S. 193 ff., bes. S. 224 f.; und Brohm, ebd., S. 245 ff., bes. S. 246 ff.; jüngst Raschauer, Verwaltungsrecht, Rn. 1 f.Google Scholar
  15. 14.
    Systematik und Dogmatik sind im Sprachgebrauch der Rechtswissenschaft verwandte Begriffe. Die vorliegende Schrift bezeichnet als dogmatisch ein Denken, das sich an normativ entwickelten Lehrsätzen ausrichtet. Dogmatik enthält im Regelfall zwar auch schon systematisches Arbeiten, muß das aber nicht notwendig tun. Systematik bezeichnet eine besondere Qualität des dogmatischen Denkens, eben den Versuch, für größere Regelungsbereiche Vergleichbarkeiten, Zusammenhänge und Strukturen aufzuzeigen.Google Scholar
  16. 15.
    Dazu Haverkate, Normtext — Begriff — Telos, S. 27 ff. und S. 46 (unter der Bezeichnung „begriffsorientierte Argumentation“, da sie von allgemeinen Rechtsbegriffen ausgeht [dort S. 9 ff.]).Google Scholar
  17. 16.
    So Wahl, in: Hoffmann-Riem/Schmidt-Aßmann/Schuppert, Reform des Verwaltungsrechts, S. 177 (212).Google Scholar
  18. 17.
    Vgl. Haberle, JZ 1989, S. 913 ff.Google Scholar
  19. 18.
    Vgl. Haverkate, Normtext — Begriff — Telos, S. 29 f.Google Scholar
  20. 19.
    Vgl. EuGHE 1991, 415 (541 f.) mit der Forderung nach einem kohärenten Rechtsschutz.Google Scholar
  21. 20.
    Wade/Forsyth, Administrative Law, S. 5: „administrative law may be said to be the body of general principles which govern the exercise of powers and duties by public authorities“.Google Scholar
  22. 21.
    Ähnlich Brohm, Strukturen der Wirtschaftsverwaltung, S. 225.Google Scholar
  23. 22.
    Dazu Dreier, Hierarchische Verwaltung, bes. S. 211 ff.Google Scholar
  24. 23.
    Forsthoff, Verwaltungsrecht, S. 55, der, freilich unter kritischer Grundeinstellung zum Verlust der Einheit der Verwaltung, hierin eine weitere wichtige Funktion des allgemeinen Teils des Verwaltungsrechts sieht.Google Scholar
  25. 24.
    Vgl. Meyer-Hesemarm, Methodenwandel, S. 16 ff.; ferner Ishikawa, F. F. von Mayer, bes. S. 177 f.; Bachof, WDStRL Bd. 30, S. 193 (203 f.); ähnlich Brohm, Strukturen der Wirtschaftsverwaltung, S. 36 ff.Google Scholar
  26. 25.
    Grundlegend Hoffmann-Riem, AöR 1990, S. 400 ff.; P.-M. Huber, AöR 1989, S. 252 ff.Google Scholar
  27. 26.
    Badura, Verwaltungsrecht im liberalen und sozialen Rechtsstaat, pass.Google Scholar
  28. 27.
    Vgl. dazu Schulze-Fielitz, DV 1994, S. 277 ff; Trute, DV 1994, S. 301 ff.; Di Fabio, DV 1994, S. 345 ff.; ders., Risikoentscheidungen, S. 4 ff; Bethge, DV 1994, S. 433 ff.Google Scholar
  29. 28.
    Faber, Verwaltungsrecht, §§ 19 ff., unternimmt den beachtlichen Versuch, sein Lehrbuch im Kern aus solchen Teildogmatiken für die Eingriffs-, die Leistungs- und die Infrastrukturverwaltung aufzubauen. Es bleibt aber die Frage, inwieweit die Teildogmatiken unter übergreifenden Themenstellungen wie denjenigen der Entscheidungsstabilität und Rechtsschutztauglichkeit nicht doch weiter zusammengeführt werden müssen. Schon die Verwaltungsverfahrensgesetzgebung indiziert das.Google Scholar
  30. 29.
    Dazu Wahl, in: Hoffmann-Riem/Schmidt-Aßmann/Schuppert, Reform des Verwaltungsrechts, S. 177 ff., bes. S. 187 ff. und 210 f.Google Scholar
  31. 30.
    v. Rönne, Staatsrecht der preußischen Monarchie, Bd. 3, S. 4. Vgl. F. F. Mayer, Verwaltungsrecht, S. 46 f.Google Scholar
  32. 31.
    Werner, DVB11959, S. 527 ff.Google Scholar
  33. 32.
    Vgl. Zuck, in: FS für Sendler, S. 155 ff.Google Scholar
  34. 33.
    Lerche, DVB1 1961, S. 690 (692 ff.); vgl. auch dens., in: FS für Stem, S. 197 ff.Google Scholar
  35. 34.
    Dazu Faber, in: FS für Ridder, S. 291 ff.; Dreier, in: Walter, Adolf J. Merkl, S. 55 ff.; Henke, JZ 1992, S. 541 ff.; Bauer, DV 1992, S. 301 ff; Ladeur, DV 1993, S. 137 ff.; Schulze-Fielitz, DV 1994, S. 277 ff.; sowie die Beiträge in: Hoffmann-Riem/ Schmidt-Aßmann/Schuppert, Reform des Verwaltungsrechts; jüngst v. Danwitz, Verwaltungsrechtliches System, S. 23 ff.Google Scholar
  36. 35.
    Dazu Stern, in: FS für Lerche, S. 165 (168).Google Scholar
  37. 36.
    Dazu Häberle, in: HStR Bd. 1, § 20 Rn. 56 ff.Google Scholar
  38. 37.
    Stern, Staatsrecht, Bd. 3/1, § 58 II 6; ähnlich Kunig, in: v. Münch/Kunig, Grandgesetz, Bd. 1, Art. lRn.3, 29.Google Scholar
  39. 38.
    Dürig, in: Maunz/Dürig, Grandgesetz, Art. 1 IRn. 15. Anschaulich dazu Gröschner, Überwachungsrechtsverhältnis, S. 86 ff.Google Scholar
  40. 40.
    System der subjektiven öffentlichen Rechte, S. 82. Vgl. auch Gerber, Über öffentliche Rechte, S. 61 ff.Google Scholar
  41. 41.
    Verwaltungsrecht, Bd. 1, S. 13. Dazu die Charakterisierung der zugrundeliegenden Vorstellung Mayers bei Schapp, Subjektives Recht, S. 156: „Recht dient dem Schutze der Person, fügt ihrem Machtkreis etwas hinzu, während der Staat das, was er ist, aus sich heraus ist“.Google Scholar
  42. 42.
    BVerwGE 1, 159 (161).Google Scholar
  43. 43.
    In diesem Sinne Schapp, Subjektives Recht, S. 153; J. Martens, KritV 1986, S. 104 (122); auch Pitschas, DÖV 1989, S. 785 (795).Google Scholar
  44. 44.
    Hesse, Verfassungsrecht, Rn. 116.Google Scholar
  45. 45.
    BVerfGE 4, 7 (15 f.); 30, 1 (20).Google Scholar
  46. 46.
    Dazu Isensee, in: HStR Bd. 1, § 13 Rn. 62 ff.; zur Staatlichkeit des Rechtsstaates Schmidt-Aßmann, in: HStR Bd. 1, § 24 Rn. 1.Google Scholar
  47. 47.
    Der Begriff der Asymmetrie wurde von H. Hofmann, WDStRL Bd. 41, S. 42 (49 ff.); ders., JL 1992, S. 165 (169) für das dem vorliegenden Problem vergleichbare Verhältnis von bürgerschaftlichen Rechten und Pflichten in der grundgesetzlichen Ordnung fruchtbar gemacht. Zu symmetrischen und asymmetrischen Rechtsverhältnissen unter rechtstheoretischen Aspekten vgl. Achterberg, Verwaltungsrecht, § 20 Rn. 72 ff.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. dazu Horn, DV 1993, S. 545 (555 f.).Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. Kirchof, in: HStRBd. 3, § 59 Rn. 138 ff.Google Scholar
  50. 50.
    Am Beispiel der Einschaltung privater Dritter in die informierende Staatstätigkeit BVerwGE90, 112 (124 f.).Google Scholar
  51. 51.
    Verwaltungsrecht, S. 368.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. dazu Schmidt-Preuß, Kollidierende Privatinteressen, bes. S. 425 ff.; Raschauer, Verwaltungsrecht, Rn. 1128 ff. Mit anderer Ausrichtung, nämlich im Sinne einer Vermutung für eine „Gesamtfreiheit“, d.h. unter Einbeziehung aller freiheitlichen Gegenpositionen Dritter Grösccher, Überwachungsrechtsverhältnis, S. 105 und 114 mit weiteren Nachweisen.Google Scholar
  53. 53.
    Zum Gedanken einer solchen „katechontischen“ Aufgabe des Verwaltungsrechts Schlink, VVDStRL Bd. 48, S. 235 (259). Dagegen Schulze-Fielitz, in: Hoffmann-Riem/ Schmidt-Aßmann, Innovation und Flexibilität, S. 139 (149): Verzögerung an und für sich macht rechtlich keinen Sinn und bedeutet einen Rationalitätsverlust des Rechtsstaates.Google Scholar
  54. 54.
    Ähnlich Schoch, DV 1992, S. 21 (27); Schulze-Fielitz, DVB1 1994, S. 657 (661 f.); v. Danwitz, Verwaltungsrechtliches System, S. 5: „Doppelfunktionalität des Verwaltungsrechts als rechtliche Ordnung“; ausführlich dort S. 45 ff.Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. BVerfGE 61, 82 (116); weitere Nachweise bei Kunig, Rechtsstaatsprinzip, S. 438 f.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. Teubner, Autopoietisches System, S. 21 ff.; auch Luhmann, PVS 1989, S. 4 ff.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. dazu die Beiträge in: Grimm, Wachsende Staatsaufgaben.Google Scholar
  58. 58.
    Auf der Basis empirischer Untersuchungen zum Immissionsschutzrecht ebenso Dose, Verhandelnde Verwaltung, S. 423 f. und 261 f. Allgemein zur Rechtstatsachenforschung Voßkuhle, VerwArch 1994, S. 567 ff.Google Scholar
  59. 59.
    Grandlegend Mayntz, JbStVwW 1987, S. 89 ff.; Scharpf, PVS 1989, S. 10 ff.; ausführlich Voigt, in: ders., Politische Steuerung moderner Industriegesellschaften; Ritter, in: Grimm, Wachsende Staatsaufgaben, S. 69 (100 ff.); Schuppert, dort S. 217 ff.; Schulte, Schlichtes Verwaltungshandeln, S. 71 ff.; Trute, DVB1 1996, S. 950 ff; Braun, Politische Steuerung, S. 29 ff.Google Scholar
  60. 60.
    Zum folgenden Schuppen, in: Hoffmann-Riem/Schmidt-Aßmann/Schuppert, Reform des Verwaltungsrechts, S. 65 (68 ff.); König/Dose, Instrumente und Formen, insbesondere die Beiträge der Herausgeber selbst dort, bes. S. 7 ff. (zur Begriffsbildung), S. 13 ff. (zu den unterschiedlichen Steuerungsansätzen der Rechts-, Wirtschafts- und Politikwissenschaft sowie der Soziologie), S. 79 ff. (Klassifikationen von Steuerungsansätzen in den Staatsund Verwaltungswissenschaften), die Zwischenergebnisse und die Zusammenfassung dort S. 123 ff., sowie die Beiträge S. 153 ff. (Handlungsleitende Formen staatlicher Steuerung) und S. 519 ff. (Referenzen staatlicher Steuerung). Ferner die übergreifenden Beiträge von Voigt, dort S. 289 ff. und Derlien, dort S. 503 ff. Speziell zur rechtswissenschaftlichen Perspektive Lange, dort S. 173 ff.Google Scholar
  61. 61.
    Vgl. Pitschas, in: Hoffmann-Riern/Schmidt-Aßmann/Schuppert, Reform des Verwaltungsrechts, S. 219 (224).Google Scholar
  62. 62.
    Vgl. Mayntz, JbStVwW 1987, S. 89 (93).Google Scholar
  63. 63.
    Ritter, in: Grimm, Wachsende Staatsaufgaben, S. 69 ff.; zur Ersetzung linear-kausaler durch prozeßhafte Steuerungsvorstellungen in der neueren sozial wissenschaftlichen Theorie vgl. Braun, Politische Steuerung, S. 37 ff.Google Scholar
  64. 64.
    Vgl. Mayntz/Scharpf, in: dies., Gesellschaftliche Selbstregelung, S. 9 ff.; Trute, DVB11996, S. 950 (951).Google Scholar
  65. 65.
    Schuppen, AfK 1996, S. 226 (228); ähnlich Loeser, System des Verwaltungsrechts, Bd. 2, S. 80 ff.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. König, DÖV 1997, S. 265 ff.; König/Beck, Modernisierung; ferner Banner/ Reichard, Kommunale Managementkonzepte; Bullinger, Verwaltungsmanagement.Google Scholar
  67. 67.
    Dazu KGSt-Bericht Nr. 5/1993; Nachweise zu weiteren Dokumenten und zur Literatur bei Klages, AfK 1995, S. 203 ff.; Hill, in: Schmidt-Aßmann/Hoffmann-Riem, Verwaltungsorganisationsrecht, S. 65 (71 ff.); J.-P. Schneider, dort S. 103 (114 ff.).Google Scholar
  68. 68.
    v. Mutius, in: FS für Stern, S. 685 ff. Zu kommunalwirtschaftlichen Grenzen Otting, Neues Steuerungsmodell.Google Scholar
  69. 69.
    Dazu Wallerath, DÖV 1997, S. 57 ff.; Pünder, DÖV 1998, S. 63 ff.Google Scholar
  70. 70.
    Pitschas, in: Merchel/Schrapper, Neue Steuerung, S. 107 (123).Google Scholar
  71. 71.
    Dazu König, DÖV 1995, S. 349 ff; ders., DVB1 1997, S. 239 ff; Laux, AfK 1995, S. 229 (242 ff); Lüder, DÖV 1996, S. 93 ff.Google Scholar
  72. 72.
    So König, DVB1 1997, S. 239 (241) unter Bezugnahme Naschold. Google Scholar
  73. 73.
    DVB 11997, S. 239 (243).Google Scholar
  74. 74.
    Vgl. KGSt-Bericht 5/1993, S. 14; ferner Klages, AfK 1995, S. 203 (214 ff.).Google Scholar
  75. 75.
    Pitsclias, in: Merchel/Schrapper, Neue Steuerung, S. 107 (117 ff.); Hoffinann-Riem, in: Hoffmann-Riem/Schmidt-Aßmann/Schuppert, Reform des Verwaltungsrechts, S. 115 (130 ff.).Google Scholar
  76. 76.
    Pitschas, in: Merchel/Schrapper, Neue Steuerung, S. 107 (123).Google Scholar
  77. 77.
    König, DVB11997, S. 239 (245 ff.).Google Scholar
  78. 78.
    Vgl. J.-P. Schneider, in: Schmidt-Aßmann/Hoffmann-Riem, Verwaltungsorganisationsrecht, S. 103 (125 ff.).Google Scholar
  79. 79.
    Vgl. Henneke, Steuerung kommunaler Aufgabenerfüllung.Google Scholar
  80. 80.
    Vgl. Pitschas, in: Merchel/Schrapper, Neue Steuerung, S. 107 (112); ders., in: v. Maydell/Ruland, SRH, § 24 Rn. 116 ff.Google Scholar
  81. 81.
    Grandlegend Ritter, in: Grimm, Wachsende Staatsaufgaben, S. 69 ff.; früher schon ders., AöR 1979, S. 389 ff.; Pitschas, Verwaltungsverantwortung, S. 275 ff. Zu weiteren Nachweisen vgl. Dose, Verhandelnde Verwaltung, S. 17 ff.; Braun, Politische Steuerung, S. 29 ff.Google Scholar
  82. 82.
    So zutreffend Benz, Kooperative Verwaltung, S. 13 unter Bezugnahme auf Forsthoff. Google Scholar
  83. 83.
    Dazu Benz, Kooperative Verwaltung, S. 23 ff.; ferner die Beiträge in Dose/Voigt, Kooperatives Recht; jüngst Dose, Verhandelnde Verwaltung, insbes. S. 199 ff.Google Scholar
  84. 84.
    J.-P Schneider, VerwArch 1996, S. 38 ff.Google Scholar
  85. 85.
    VO Nr. 1836/93. Dazu vgl. Pitschas, in: Lüder, Staat und Verwaltung, S. 269 ff.Google Scholar
  86. 86.
    Rönck, Technische Normen, S. 47 ff.; krit. Roßnagel, DVB1 1996, S. 1181 ff.Google Scholar
  87. 87.
    Dazu Trute, DVB1 1996, S. 950 ff.; Kloepfer/Elsner, DVB1 1996, S. 964 ff.Google Scholar
  88. 88.
    Dazu Osterloh und Bauer, VVDStRL Bd. 54, S. 204 ff. und 243 ff.Google Scholar
  89. 89.
    Dazu die Beiträge in: Budäus/Eichhorn, Public Private Partnership.Google Scholar
  90. 90.
    Dazu R. Schmidt, DV 1995, S. 281 ff.Google Scholar
  91. 91.
    In: Grimm, Wachsende Staatsaufgaben, S. 69 (82 ff.).Google Scholar
  92. 92.
    Dazu die Hinweise bei Kohler-Koch/Jachtenfuchs, PVS 1996, S. 537 (547).Google Scholar
  93. 93.
    Schulze-Fielitz, DVB1 1994, S. 657 (664 ff.); aus verwaltungswissenschaftlicher Sicht Benz, Kooperative Verwaltung, S. 318 ff.Google Scholar
  94. 94.
    So im Ansatz zutreffend Di Fabio, VVDStRL Bd. 56, S. 235 (242).Google Scholar
  95. 95.
    Scharpf, PVS 1991, S. 621 (627 ff.); Benz, Kooperative Verwaltung, S. 309 ff.; Braun, Politische Steuerung, S. 29 ff., 47 ff., 370 ff.Google Scholar
  96. 96.
    Benz, in: Seibel/Benz, Regierangssystem und Verwaltungspolitik, S. 83 (97 ff.).Google Scholar
  97. 97.
    Vgl. Benz, Kooperative Verwaltung, S. 311 f.; ähnlich Ritter, in: Grimm, Wachsende Staatsaufgaben, S. 69 (87 f. und 102).Google Scholar
  98. 98.
    Ähnlich Schulze-Fielitz, DVB1 1994, S. 657 ff.; J.-P. Schneider, VerwArch 1996, S. 38 ff.Google Scholar
  99. 99.
    Vgl. Ress, in: J. Burmeister, Verfassungsrechtliche Stellung der Verwaltung, S. 199 ff.; Sclimidt-Aßmann, in: FS für Lerche, S. 513 ff.Google Scholar
  100. 100.
    Vgl. Brenner, Gestaltungsauftrag der Verwaltung, bes. S. 65 ff.; Kreuzer/Scheuing/ Sieber, Europäisierung der Rechtsordnungen, pass.Google Scholar
  101. 101.
    Ausführlich Scheuing, in: Hoffmann-Riem/Schmidt-Aßmann, Innovation und Flexibilität, S. 289 ff. mit der Unterscheidung der „Instrumentalisierung“ (S. 298 ff.) und „Umorientierung“ des nationalen Rechts durch das EG-Recht (S. 331 ff.).Google Scholar
  102. 102.
    Verordnung (EWG) Nr. 2913/92.Google Scholar
  103. 103.
    Dazu Jarass, Innerstaatliche Bedeutung des EG-Rechts, S. 67 ff.Google Scholar
  104. 104.
    Koenig, DVBl 1997, S. 581 ff. mit weiteren Nachweisen.Google Scholar
  105. 105.
    Köck, VerwArch 1996, S. 644 ff.; Schmidt-Aßmann/Ladenburger, in: Rengeling, Handbuch des deutschen und europäischen Umweltrechts (im Erscheinen), Art. „Umweltverfahrensrecht“ .Google Scholar
  106. 106.
    Richtlinie 85/337/EWG.Google Scholar
  107. 107.
    Richtlinie 90/313/EWG.Google Scholar
  108. 108.
    Richtlinie 96/61/EG.Google Scholar
  109. 109.
    Verordnung (EG) Nr. 1836/93.Google Scholar
  110. 110.
    Ladeur, EuR 1995, S. 227 (231 ff.).Google Scholar
  111. 111.
    Vgl. nur EuGHE 1997, 1769 ff.: Handhabung des § 48 VwVfG.Google Scholar
  112. 112.
    Pfab, Staatshaftung, S. 99 ff.; Böhm, JZ 1997, S. 53 ff.; v. Bogdandy, AöR 1997, S. 268 ff. mit weiteren Nachweisen.Google Scholar
  113. 113.
    Schoch, DVBl 1997, S. 289 ff. mit weiteren Nachweisen.Google Scholar
  114. 114.
    Vgl. die Beiträge in: Schwarze/Müller-Graff, EuR 1996, Beih. 1.Google Scholar
  115. 115.
    So als Resümee seiner ausführlichen Analyse v. Danwitz, Verwaltungsrechtliches System, S. 334. Vgl. ferner die rechtsvergleichenden Beiträge in: Schwarze, Verwaltungsrecht unter europäischem Einfluß; zum deutschen Recht Schwarze, dort S. 123 ff., zusammenfassend S. 789 ff.Google Scholar
  116. 116.
    Ebenso Brenner, Gestaltungsauftrag der Verwaltung, S. 275; v. Danwitz, Verwaltungsrechtliches System, S. 204 ff.Google Scholar
  117. 117.
    Dazu Brenner, Gestaltungsauftrag der Verwaltung, bes. S. 217 ff.Google Scholar
  118. 118.
    v. Danwitz, Verwaltungsrechtliches System, S. 230 ff.; Masing, Mobilisierung des Bürgers, S. 21 ff.Google Scholar
  119. 119.
    So Eilmansberger, Rechtsfolgen und subjektives Recht, S. 197.Google Scholar
  120. 120.
    v. Danwitz, Verwaltungsrechtliches System, S. 242 ff.; Masing, Mobilisierung des Bürgers, S. 42 ff.; für eine Einpassung in die deutsche Schutznormlehre dagegen Triantafyllou, DÖV 1997, S. 192 ff.; im Sinne einer immanenten Weiterentwicklung derselben Ruthig, BayVBl 1997, S. 289 ff.Google Scholar
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  130. 130.
    Begriff bei Ladeur, EuR 1995, S. 227 (228).Google Scholar
  131. 131.
    In diesem Sinne auch Ladeur, EuR 1995, S. 227 ff.; Classen, in: Kreuzer/Scheuing/ Sieber, Europäisierung der Rechtsordnungen, S. 107 (122).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Eberhard Schmidt-Aßmann
    • 1
  1. 1.Institut für deutsches und europäisches VerwaltungsrechtRuprecht-Karls-Universität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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