Chirurgie pp 789-889 | Cite as

Unfallheilkunde

  • Th. Rüedi
  • S. v. Gumppenberg
  • K. D. Werber
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Die Versorgung Unfallverletzter fordert vom behandelnden Arzt solides Grundlagenwissen über Pathophysiologie und Therapie des Schocks, die Kenntnis der modernen diagnostischen Methoden für Traumapatienten und das theoretische Wissen und praktisches Können bei Reposition, Gipsfixation und Osteosynthese. Es gilt, sich innerhalb von Minuten ein Bild vom Verletzungsausmaß und den erforderlichen Therapieschritten zu machen und diese dann zielgerichtet einzuleiten. Standardisierungsbestrebungen haben besonders in der Unfallchirurgie zu einem einzigartigen Instrumentarium geführt, das technisches Verständnis und methodisches Grundlagenwissen herausfordert. Dabei kommt der Indikationsstellung mit sorgfältigem Abwägen der Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten große Bedeutung zu. Die Durchführung der Osteosynthesetechniken erfordert besonderes manuelles Geschick und ein hohes Maß an Abstraktionsvermögen. Durch postoperative Röntgenkontrollen und Bewegungsmessungen ist das Operationsergebnis, anders als in anderen chirurgischen Teilgebieten, gut meß- und beurteilbar und deshalb auch besonders interessant für Studenten. Früher als in anderen Gebieten der Chirurgie haben sich in der Unfallchirurgie endoskopische Operationsverfahren durchgesetzt. In den letzten Jahren hat die Rückbesinnung auf physiologische Grundlagen der Knochendurchblutung und -neubildung zu erheblichen Fortschritten in der Knochenbruchbehandlung geführt. Zuletzt ist eine gekonnte Osteosynthese ohne eine intensive und qualifizierte Nachbehandlung wertlos, was die interdisziplinäre Zusammenarbeit herausfordert. Diese Faktoren machen die Unfallheilkunde zu einem der interessantesten Teilgebiete der Chirurgie.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1998

Authors and Affiliations

  • Th. Rüedi
  • S. v. Gumppenberg
  • K. D. Werber

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