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Evolution, Morphologie und Physiologie der ein- und mehrzelligen Organismen

  • Werner Buselmaier
Chapter
Part of the Heidelberger Taschenbücher book series (HTB, volume 154)

Zusammenfassung

Die Frage nach der Entstehung des Lebendigen, nach dem Ursprung des Lebens, dem Ursprung ihres eigentlichen Seins hat die Menschen seit langer Zeit beschäftigt. So glaubte Aristoteles (384–322 v. Chr.) an eine Entstehung höherer Organismen, wie Fische und Insekten, aus Schlamm und faulenden Stoffen. Auch der Philosoph Descartes (1596–1650 n. Chr.) sowie der bedeutende Physiker Newton (1643–1727) hielten die Entstehung des Lebendigen auf diese Weise für möglich, und van Helmont gab 1667 ein uns heute kurios anmutendes ausführliches Rezept für die Erzeugung von Mäusen aus Getreide und schmutziger Wäsche. Vor 1800 erkannte man dann schließlich, vor allem durch Arbeiten von Linné (1707–1778), daß sich viele Typen von Lebewesen nach ihren phänischen und anatomischen Merkmalen in verschiedene Gruppen zusammenfassen lassen; 1809 deuteet Lamarck diese Zuordnungen richtig durch seine Annahme, daß sich die verschiedenen Arten der Lebewesen im Laufe vieler Generationen auseinander entwickelt haben. Einander ähnliche Arten hatten einen gemeinsamen Vorfahren, der seine Merkmale an die Nachfahren vererbt hatte. Die Unterschiede zwischen den Arten, Gattungen usw. sind durch schrittweise Erbänderungen im Verlauf der Generationen entstanden. Lamarck nahm jedoch noch an, daß dieser Weiterentwicklung der Organismen innerhalb eines Stammbaums eine „strebende Kraft“ zugrunde läge, die gezielte Erbänderungen im Sinne einer zweckmäßigen Weiterentwicklung steuere.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1985

Authors and Affiliations

  • Werner Buselmaier
    • 1
  1. 1.Klinikum Institut für Anthropologie und HumangenetikUniversität HeidelbergHeidelberg 1Deutschland

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