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Beziehung und Deutung in der Verhaltenstherapie — oder: Ein Plädoyer für Indoktrination

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Zusammenfassung

In der Geschichte der philosophischen und empirischen Psychologie tauchen immer wieder bestimmte begriffliche Kontrastierungen auf, die in jeweils verschiedenen Varianten eine Anzahl offenbar fundamentaler Polaritäten zu kennzeichnen suchen. So wird das, was man tut, unterschieden von dem, was man erleidet: die Aktion steht der Passion gegenüber, das operante Verhalten dem respondenten, der Sekundär- dem Primärvorgang, die quergestreifte Muskulatur der glatten, das vernünftige dem affektiven Handeln (Pawlow 1953, S. 437 ff.), der Agent dem Patienten und so weiter. Ebenso wird das, was man denkt, unterschieden von dem, was man will: der Intellektus steht der Voluntas gegenüber, der Wille (will) dem Verstehen (understanding), die Kognition der Motivation, der Gedanke dem Affekt, das Ich dem Es. Diese Beispiele machen auch deutlich, daß die Begriffe auf der jeweils einen Seite keineswegs synonym sind, sondern trotz ihrer Verwandtschaft je nach dem theoretischen Hintergrund recht Unterschiedliches bedeuten.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

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