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Augenheilkunde pp 248-250 | Cite as

Die Untersuchung von Kindern. Augenleiden im Kindesalter

  • Wolfgang Leydhecker

Zusammenfassung

Kinder soll man mit dem gleichen freundlich zugewandten Respekt untersuchen, wie wir ihn bei Erwachsenen zeigen, also sie weder mit einer albernen „Kindersprache“ noch mit Grobheit anreden. Man muß mehr Zeit als für die Untersuchung Erwachsener einplanen. Bei ängstlichen Kindern kann es nützen, den weißen Kittel auszuziehen und dem Kind Gelegenheit zu geben, den Raum und die Personen zu beobachten, indem man sich mit dem Zurechtlegen von Spielzeug oder mit der Anamnese oder mit einem anderen Kind beschäftigt, das nicht mehr scheu ist. Langsame Bewegungen, leises und gütiges Zureden erleichtern unsere Aufgabe, Barschheit und laute Ermahnungen erschweren sie. Verständnis und Vertrauen der Eltern sowie des Kindes gewinnt man, indem man den Untersuchungsgang zunächst verständlich schildert. Die Anwesenheit der Eltern bei der Untersuchung ist fast immer vorteilhaft. Die Mutter hält den Säugling oder das Kleinkind auf dem Schoß. Selten kommt es einmal vor, daß Eltern das Kind bei der Untersuchung einschüchtern oder bei älteren Kindern bei der Sehprüfung immer wieder dazwischenreden, weil sie diese als eine „Leistungsprüfung“ mißverstehen. In diesen Ausnahmefällen ist es besser, die Eltern vor der Türe warten zu lassen, da man sonst keinen Kontakt mit dem Kind findet.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Leydhecker
    • 1
  1. 1.Universitäts-Augenklinik im Kopfklinikum WürzburgWürzburgDeutschland

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