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Die Augenheilkunde

  • Wolfgang Leydhecker

Zusammenfassung

Die Augenheilkunde bietet einige Besonderheiten. Die Feinheit und Empfindlichkeit des Organs erfordern eine besonders zartfühlende Untersuchung und Behandlung. Das Auge ist klein. Bei der Untersuchung und bei Operationen blickt der Arzt meist durch das Mikroskop. Er sieht Feinheiten, die anderen Fächern der Medizin unsichtbar bleiben. In der Hornhaut erkennt man Nerven. Die Netzhaut erscheint bei der gewöhnlichen Untersuchung mit dem Augenspiegel bereits in 16facher Vergrößerung. Kapillaren werden sichtbar. Das Untersuchungsmikroskop erlaubt die Mikroskopie des lebenden Organs. Die Blutströmung in der Bindehaut, die durch die Verdünnung mit Kammerwasser sichtbar ist, oder das mikroskopische Bild der in steter Bewegung spielenden Iris sind Anblicke von großer Schönheit, die den Betrachter Ehrfurcht vor der Natur empfinden lassen. Die Möglichkeit, so klare Befunde zu erheben, veranlaßt ihn zu exaktem Beobachten und genauem ätiologischem und therapeutischem Denken. Eine augenärztliche Untersuchung ist erst dann abgeschlossen, wenn der objektive Befund mit den subjektiven Angaben des Patienten in Einklang steht. In der Regel läßt sich klären, warum die Sehschärfe oder das Gesichtsfeld nicht normal sind.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1987

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Leydhecker
    • 1
  1. 1.Universitäts-Augenklinik im Kopfklinikum WürzburgWürzburgDeutschland

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