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Besondere Probleme der Abgasturbo-Aufladung

  • Karl A. Zinner

Zusammenfassung

Die erste praktisch angewandte und erfolgreiche Ausführung der Abgasturbo-Aufladung war eine solche mit gemeinsamer Auspuffsammelleitung, also eine StauAufladung, doch ist der Durchbruch erst mit der Verwirklichung der in der Schweizer Patentschrift Nr. 122 664 vom 30. 11. 1925 (DRP 568 855) von Alfred Büchi niedergelegten Ideen gelungen. Danach sollen die Auspuffleitung und der Eintrittsquerschnitt in die Abgasturbine so bemessen sein und die Steuerzeiten so gewählt werden, daß der Druck in der Auspuffleitung nach Öffnen des Auslasses (Vorauspuff) über den Druck in der Ladeluftleitung steigt, aber gegen Ende des Ladungswechsels, d. h. während der Spülperiode unter den Aufladedruck sinkt. Bei Viertaktmotoren muß das Auslaßventil je nach Drehzahl und Aufladehöhe 40...70 °KW v. UT öffnen, um den Druck im Zylinder vor dem Ausschubhub (vom Kolben zu leistende Arbeit) genügend abzubauen. Zur Verwirklichung eines genügend großen Spülquerschnittes schließt das Auslaßventil bei aufgeladenen Motoren 40...60 °KW n. OT, womit sich eine gesamte Öffnungszeit von 260...310 °KW ergeben würde. Damit die Spülung nicht gestört wird, dürfte der nächste Zylinder erst nach einem Zündabstand etwa in dieser Größenordnung in den gleichen Leitungsstrang puffen. Glücklicherweise darf dieser Abschnitt kleiner sein, da erstens etwas Zeit zwischen Öffnen des Auslasses und starkem Druckanstieg in der Leitung verstreicht und da zweitens auch die Wellenlaufzeit von dem auspuffenden zum spülenden Zylinder in Abzug zu bringen ist.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1975

Authors and Affiliations

  • Karl A. Zinner
    • 1
  1. 1.echnischen Universität MünchenStadtbergenDeutschland

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