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Blutparasiten

Wichtigste Erreger von Tropenkrankheiten
  • Helmut Löffler
  • Johann Rastetter

Zusammenfassung

Die Erregerplasmodien werden in Form der Sporozoiten mit dem Speichel der Mücke während des Stechaktes auf den Menschen übertragen. Aus den Kapillaren erreichen sie mit dem Blutstrom die Leber, wo sie sich weiterentwickeln. Sie dringen in die Zellen der Leber ein (primäre Gewebsformen) und bilden die sogenannte präerythrozytäre Phase. Nach verschieden langer Zeit gelangen sie als Merozoiten in das periphere Blut. Hier befallen sie die Erythrozyten. Das Platzen löst den Fieberanfall aus. In den Erythrozyten reifen die Plasmodien (Merozoiten) zu halberwachsenen, beginnenden und vollendeten Teilungsformen heran (Schizonten). Ist die vollendete Teilungsform erreicht, zerfallen die Erythrozyten, und die Merozoiten werden frei und befallen neue Erythrozyten. Für diese Entwicklung benötigt der Parasit bei Malaria tertiana 48 Stunden (Plasmodium vivax und Plasmodium ovale) sowie Malaria tropica (Plasmodium falciparum) oder 72 Stunden bei Malaria quartana (Plasmodium malariae). Je nach dem Zeitpunkt der Butentnahme findet man die einzelnen Stadien im Blut (s. Abb. 182–186). Neben der ungeschlechtlichen Vermehrung durch Teilung gibt es auch eine geschlechtliche Vermehrung. Ihr dienen die männlichen und weiblichen Gametozyten. Sie vereinigen sich aber nur in der Mücke und bilden dann die Oozysten. Aus den Oozysten kommen die Sporozoiten. Diese wandern dann in die Speicheldrüsen der Mücke. Von hier aus gelangen sie mit dem Speichel der Mücke bei der nächsten Blutmahlzeit in die menschlichen Kapillaren und den Blutkreislauf. Gametozyten, die nicht in eine Mücke gelangen, gehen nach etwa 40 Tagen im menschlichen Organismus zugrunde und fügen dem Menschen keinen Schaden mehr zu.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1999

Authors and Affiliations

  • Helmut Löffler
    • 1
  • Johann Rastetter
    • 2
  1. 1.II. Medizinischen Klinik und PoliklinikUniversität Kiel im Städtischen KrankenhausSt. PeterDeutschland
  2. 2.Abteilung für Hämatologie und Onkologie, 1. Medizinische Klinik und Poliklinik, Klinikum rechts der IsarTechnischen Universität MünchenMünchenDeutschland

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