Advertisement

Das Arbeitsangebot

  • Wolfgang Franz
Chapter
  • 62 Downloads
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Es mag überraschen, dass einer ökonomischen Analyse des Arbeitsangebotes so viel Aufmerksamkeit entgegen gebracht wird, da doch die Alltagserfahrung dafür zu sprechen scheint, dass der durchschnittliche Arbeitnehmer keine andere Wahl hat, als zu arbeiten und in der Regel die Anzahl der Stunden pro Woche abzuleisten, die im Arbeitsvertrag vereinbart ist. Bei genauerem Hinsehen ist die Flexibilität indessen größer als es den Anschein hat: Man kann eine längere Ausbildung absolvieren und daher später als andere in das Erwerbsleben eintreten oder eine Vorruhestandsregelung in Anspruch nehmen und somit früher ausscheiden; es bleibt jedermann unbenommen, die Erwerbstätigkeit zu unterbrechen, sei es, um sich der Familie zu widmen, sei es, um einen längeren (Bildungs-)Urlaub anzutreten. Die Informationen darüber, dass Erwerbstätige außerhalb ihrer regulären Arbeitszeit einer weiteren bezahlten Tätigkeit nachgehen, sind Legion; es gibt Vollzeit- und Teilzeitarbeitsplätze; viele Leute könnten sich selbstständig machen und sich damit die Möglichkeit einer höheren Flexibilisierung ihres Arbeitsangebots schaffen. In der Regel kann zwar der einzelne Arbeitnehmer nicht mit dem Arbeitgeber über die Arbeitszeit verhandeln, jedoch tun die Gewerkschaften dies seit geraumer Zeit. Wenn man unterstellt, dass sie die Präferenzen der Mehrheit ihrer Mitglieder in die Verhandlungen einbringen, wird mithin das Arbeitsangebot beziehungsweise dessen Veränderung berücksichtigt und die Arbeitsmenge eben nicht einseitig von den Unternehmen festgelegt.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturauswahl

  1. M. Killingsworth (1983), Labor Supply, New York (Cambridge University Press)Google Scholar
  2. Trends in Women’s Work, Education, and Family Building, Sonderheft des Journal of Labor Economics, Bd.3, Nr.1, Teil 2, Januar 1985Google Scholar
  3. F. Laisney, W. Pohlmeier u. M. Staat (1992), Estimation of Labour Supply Functions Using Panel Data: A Survey, in: L. Mâtyâs u. P. Sevestre (Hrsg.), The Econometrics of Panel Data, Amsterdam (Kluwer), S. 436–469Google Scholar
  4. J.P. Smith (Hrsg.) (1980), Female Labor Supply: Theory and Estimation, Princeton (University Press).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2003

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Franz
    • 1
  1. 1.Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)MannheimDeutschland

Personalised recommendations