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Andrologie pp 481-491 | Cite as

Rechtliche Regelungen

  • H. Kollhosser
  • M. Drouven

Zusammenfassung

Ein spezielles „Arztgesetz“, das sämtliche mit diesem Themenbereich verbundenen rechtlichen Probleme zusammenhängend regelt, gibt es nicht. Grundsätzlich ist das ärztliche Handeln an dem Recht zu messen, das für jedermann gilt. Grundlegende Wertentscheidungen ergeben sich zunächst aus dem Grundgesetz (GG), insbesondere aus der Gewährleistung der Würde des Menschen in Art. 1 Abs. 1 GG, seiner persönlichen Freiheit (Art. 2 Abs.1 GG) und körperlichen Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2 GG). Diese Grundrechte schließen z. B. Zwangsbehandlungen grundsätzlich aus. Die meisten Regelungen für das Arztrecht finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und im Strafgesetzbuch (StGB). Im StGB sind die Straftatbestände der Körperverletzung (§§223 ff.) und der fahrlässigen Tötung (§222) von Bedeutung, im BGB die Tatbestände der unerlaubten Handlung (§ 823), die zur Haftung auf Schadensersatz und Schmerzensgeld (§ 847) führen können.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2000

Authors and Affiliations

  • H. Kollhosser
  • M. Drouven

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