Störungen der zerebralen Funktion

  • Franz-Josef Kretz
  • Jürgen Schäffer
Part of the Springer Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Das Gehirn mit seinen Kompartimenten Hirngewebe, Liquor und Blutgefäßsystem befindet sich innerhalb des Schädels in einem abgeschlossenen Raum, der eine Größenzunahme dieser Kompartimente nur in einem sehr geringen Maß zuläßt (s. S. 297). Eine Volumenzunahme des Gehirns provoziert daher nach kurzer Zeit einen Anstieg des intrakraniellen Drucks (ICP) mit darauffolgender Bewußtlosigkeit, Krämpfen und Lähmung des Atem- und Kreislaufzentrums. Dabei kommt es zunächst zu einem Einklemmen der Hirnnerven zwischen der Hirnmasse und der knöchernen Schädelbasis, was sich als zunächst einseitige Parese des N. oculomotorius (einseitig weite Pupille), dann als beidseitige bemerkbar macht. Bei weiterer Druckzunahme wird der Hirnstamm mit dem Atem- und Herzkreislaufzentrum in das Foramen magnum eingeklemmt, eine Bradypnoe bis zur Apnoe und eine Bradykardie resultieren daraus. Übersteigt der intrakranielle Druck den arteriellen Mitteldruck, so kommt es zum zerebralen Kreislaufstillstand.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001

Authors and Affiliations

  • Franz-Josef Kretz
    • 1
  • Jürgen Schäffer
    • 2
  1. 1.Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, des Olgahospitals, Pädiatrisches ZentrumSädtischen Frauenklinik Berg, Klinikum StuttgartStuttgartDeutschland
  2. 2.Klinik für Anästhesiologie und operative IntensivmedizinRobert-Koch-KrankenhausGehrdenDeutschland

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