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Physiologie und Pathophysiologie des Schmerzes

  • Franz-Josef Kretz
  • Jürgen Schäffer
  • Klaus Eyrich
Part of the Springer-Lehrbuch book series (SLB)

Zusammenfassung

Physikalische, thermische und chemische Reize können Schmerzen verursachen. Dabei werden die freien Nervenendigungen bzw. die Meissnerschen Körperchen stimuliert. Die Reize werden über die nichtmyelinisierten A-Delta- und C-Fasern zum Rückenmark und von dort über den Tractus spinothalamicus zum Thalamus und zur Formatio reticularis fortgeleitet. Von hier aus verlaufen Afferenzen zur weiteren Verarbeitung der Signale in der Großhirnrinde. Gleichzeitig erfolgt auf der Ebene des Rückenmarks eine reflektorische Innervation der Muskulatur, um einerseits eine Fluchtbewegung, andererseits aber auch eine Schonhaltung zu ermöglichen. Außerdem wird reflektorisch mit dem Sympathikus das autonome Nervensystem stimuliert: Schweißabsonderung und eine Vasokonstriktion mit peripherer Minderdurchblutung und entsprechenden metabolischen Veränderungen sind die Folge. Vor allem bei länger andauernden Schmerzreizen werden von diesen Veränderungen auch die benachbarten Segmente betroffen, was erneute Schmerzen auslöst und damit den Circulus vitiosus des Schmerzgeschehens in Gang bringt (s. Abb. 53).

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1989

Authors and Affiliations

  • Franz-Josef Kretz
    • 1
  • Jürgen Schäffer
    • 2
  • Klaus Eyrich
    • 1
  1. 1.Klinik für Anästhesiologie und IntensivmedizinUniversitätsklinikum Steglitz Freie Universität BerlinBerlin 45Deutschland
  2. 2.Abt. Anästhesiologie IIMedizinische Hochschule HannoverHannover 61Deutschland

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