Kardiovaskuläre Wirkungen von Anästhetika und Adjuvanzien

  • Reinhard Larsen

Zusammenfassung

Die Auswahl von Anästhetika bei Patienten mit Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems ist umstritten, obwohl die Anforderungen klar definiert sind. Idealerweise muß beim anästhesiologischen Vorgehen ein Ungleichgewicht zwischen myokardialer Sauerstoffversorgung und myokardialem Sauerstoffbedarf vermieden und gleichzeitig eine ausreichende Aktivität des sympathischen Nervensystems aufrechterhalten werden, um die Kontraktilität des Myokards zu bewahren. So ist einerseits beim Patienten mit koronarer Herzkrankheit häufig eine kontrollierte Dämpfung der Kontraktilität zusammen mit einem Schutz vor unkontrollierten Anstiegen der Sympathikusaktivität sinnvoll, während andererseits bei Patienten mit globaler Herzinsuffizienz ein unveränderter Sympathikotonus ohne Dämpfung der Myokardkontraktilität erforderlich ist. Diese gegensätzlichen Anforderungen können naturgemäß durch ein einzelnes Anästhetikum nicht erfüllt werden, so daß in der klinischen Praxis zumeist mehrere Substanzen miteinander kombiniert und, wenn nötig, durch bestimmte Adjuvanzien, wie Sedativa, Vasodilatatoren, Vasopressoren oder inotrope Pharmaka, ergänzt werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1984

Authors and Affiliations

  • Reinhard Larsen
    • 1
  1. 1.Universität GöttingenGöttingenDeutschland

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