Advertisement

Alfentanil pp 323-323 | Cite as

Schlußwort

  • A. Doenicke
Conference paper

Zusammenfassung

Nach einer so ereignisreichen und vielseitigen Tagung ist ein Schlußwort immer schwierig zu halten. Die Zusammenfassung international durchgeführter Alfentanil-Untersuchungen, von Herrn Vanden Bussche vorgetragen, führte letztendlich zu einer sehr schönen abschließenden Beurteilung. Dennoch: Nicht nur bei dieser Vorstellung von Ergebnissen, sondern auch bei den Diskussionen ist uns aufgefallen, daß große Diskrepanzen in der Untersuchungstechnik und Methodik vorlagen. Ich denke nur an die Prämedikation mit den hohen Dosen von Thalamonal, Benzodiazepinen, Diazepam, Flunitrazepam, Midazolam, Tranxilium, Lorazepam) letzteres sogar mit einer sehr hohen Dosis von 5 mg. Auch wurde die Einleitung der Anaesthesie sehr different gestaltet, z.B. mit Midazolam, Thiopental oder mit Etomidat. Substanzen wurden hier gegeben, die die Alfentanil-Wirkung in der postoperativen Phase beeinflussen können. Dies wurde ausgiebig diskutiert. Selbstverständlich können bei der Prüfung von neuen Substanzen Fehler gemacht, bzw. die Nebenwirkungen falsch eingeschätzt werden. Ich denke nur an Etomidat, das nach einem Jahr klinischer Prüfung 1973 von führenden Anaesthesisten, die heute Etomidat als hervorragendes Hypnotikum zur Einleitung charaktezisieren, damals als eine schreckliche Droge bezeichneten. 12 Jahre später werden Cortisolbefunde angeführt, die wieder die Substanz in Mißkredit bringen, obwohl wir alle in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen hiermit gemacht haben.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1986

Authors and Affiliations

  • A. Doenicke

There are no affiliations available

Personalised recommendations