Zusammenfassung

Die Prüfung der elektrischen Maschinen dient vor allem der Feststellung der notwendigen elektrischen und mechanischen Festigkeit, der thermischen Reichlichkeit, der Überlastbarkeit und der technischen Daten, zu denen als wichtigste der Wirkungsgrad und der Leistungsfaktor zählen. Im Leerlaufversuch werden die magnetischen Verhältnisse des Nutzkraftlinienweges und die Leerverluste bestimmt; im Kurzschlußversuch untersucht man die Verhältnisse der Streuwege, die Ankerrückwirkung und die Zusatzverluste. Die Lastversuche erstrecken sich auf die Aufnahme der Kennlinien für die Erregung, die Klemmenspannung und die Drehzahl über der veränderlichen Last, und beim Dauerversuch auf die Bestimmung der Erwärmung bei Normallast. Bei den selbstanlaufenden Motoren wird das Drehmoment im Stillstand und im Hochlauf gemessen, wozu im weitesten Umfange vom Hochlaufversuch Gebrauch gemacht wird. Die zur Auswertung nötige Bestimmung des Schwungmomentes erfolgt meistens durch den Auslaufversuch. Alle Maschinen mit Kommutator, also die Gleichstrom- und die Drehstromoder Einphasenkommutatormaschinen, werden vor Beginn der eigentlichen Messungen einer Einstellung unterzogen, die der Bestimmung der neutralen Zone der Bürstenbrücke und der richtigen Phasenlage von Drehzahl- und Leistungsfaktorregelspannung dient. Von der Genauigkeit dieser Einstellung hängt bei vielen dieser Maschinen das ordnungsgemäße Arbeiten in entscheidendem Maße ab. Untersuchungen über Vibrationen, Geräusche und die Belüftung ergänzen die rein elektrischen Prüfungen an neuen Generatoren und Motoren. Eine ganze Reihe von Untersuchungen kehrt in der gleichen Weise bei den verschiedenen Maschinengattungen wieder und wird daher im ersten Abschnitt als „Allgemeine Maschinenprüfung“ gemeinsam behandelt. Der zweite Abschnitt bringt dann die „Besondere Maschinenprüfung“ der Transformatoren, Drehstrom-, Gleichstrom- und Kommutatormaschinen. Die vornehmlich im praktischen Prüffeldbetrieb benutzten „Meßgeräte und Verfahren“ für die elektrischen und mechanischen Untersuchungen sind im dritten Abschnitt in kurzer Form behandelt, und im Anhang sind die wichtigsten Formeln wiedergegeben, die bei der Prüfung immer wieder benutzt werden müssen.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1940

Authors and Affiliations

  • Werner Nürnberg
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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