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Zusammenfassung

Sofern die Seele in der Subjekt-Objektspaltung existiert, sieht die psychologische Betrachtung vom Subjekt her Einstellungen, vom Objekt her Weltbilder. Die Weltbilder zu beschreiben, heißt die Arten, Richtungen und Orte des Gegenständlichen überhaupt festlegen. Es wird eine Übersicht über etwas erstrebt, das an sich das Gegenteil des Psychischen ist. Weltbilder sind keine Existenzsphären, wie Einstellungen und Geistestypen. Sie sind an sich nichts Psychisches, sondern Bedingungen und Folgen der seelischen Existenz. Erst wenn sie von den Kräften der Geistestypen aufgenommen sind, werden sie zu Elementen des Lebens. Ich kann alle Weltbilder als Bilder vor mir haben, sie denken und doch zugleich ohne sie existieren. Sie sind bloße Inhalte und nur der Potenz nach von psychologischer Bedeutung.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1919

Authors and Affiliations

  • Karl Jaspers
    • 1
  1. 1.Universität HeidelbergDeutschland

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