Zusammenfassung

Die Typusänderung im phylogenetischen Sinne erscheint ihrem Wesen nach als Fixation eines Reaktionszustandes, welche mit der Aufgabe einer ursprünglichen vielseitigen Reaktionsfähigkeit, also mit einer spezifischen Differenzierung verbunden ist. Woher kommt nun die Reaktionsfähigkeit? Baur wirft diese grundlegende Frage, welche er anders formuliert, am Beispiel der amphibischen Pflanzen auf. Der Wasserhahnenfuß Ranunculus aquaticus bildet, ebenso wie das von mir oben genannte Polygonum anzphibium, bei Kultivierung in Wasser Blätter mit hydrophilem Charakter aus und bei Kultivierung auf dem Land solche mit hygrophilem. B aur spricht von einem nützlichen Merkmal, welches jedoch nicht eine bestimmte Blattform sei, sondern die Reaktionsweise des Organismus, seine »typische Modifizierbarkeit«: »Ein Angepaßtsein eines Organismus besteht nicht in einer bestimmten Form, Farbe, Struktur usw., sondern immer nur darin, daß er durch die Außenbedingungen, unter denen er lebt, in vorteilhafter Weise modifizierbar ist Wie ist diese vorteilhafte Modifizierbarkeit entstanden?« Das heißt, woher besitzt der Organismus die Fähigkeit, je, nach seinen Bedürfnissen zu reagieren und so seine Dauerfähigkeit (Roux) zu wahren?

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1921

Authors and Affiliations

  • Franz Weidenreich
    • 1
  1. 1.MannheimDeutschland

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