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Blutgewinnung. Wassermannsche Probe

Part of the Enzyklopaedie der Klinischen Medizin book series (EKM, volume Spez. Tl)

Zusammenfassung

Technik der Blutgewinnung. Zu mikroskopischer Untersuchung und zur Hämoglobinbestimmung erhält man genügend Blut, wenn man mit dem Schnepper auf das äthergereinigte Ohrläppchen oder eine Fingerkuppe einsticht. Zur Gewinnung einer größeren Menge (2–5 ccm) für die Wassermannsche Probe usw. genügt oft auch die Fingerkuppe, wenn man vorher ein warmes Handbad gibt. Sonst schneidet man beim jungen Säugling mit einem Messer in scharfem Strich auf die plantare mediale Arterie der großen Zehe oder auf die entsprechende Arterie der 3. Phalange des Zeigefingers ein. Noch einfacher ist es oft, einen tiefen Stich in die Ferse zu machen oder eine sichtbare Schädelvene der Temporalgegend anzuschneiden. Dabei muß man nur Sorge tragen, die Haut nicht zu verschieben. Bei älteren Kindern, auch bei mageren Säuglingen kann man eine sichtbare Kubitalvene anschneiden oder nach heißem Handbad mit Schnepper die mediale dorsale Arterie des Zeigefingers an der dritten Phalanx anstechen in der Höhe der Basis des Nagelbettes. Das warme Hand- oder Fußbad macht überhaupt die Blutung immer viel ergiebiger.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1922

Authors and Affiliations

  • E. Feer
    • 1
  1. 1.ZürichSchweiz

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