Zusammenfassung

Die letzten anderthalb Jahrzehnte meteorologischer Forschung haben ein Kernproblem in den Vordergrund gerückt, die stratosphärische Steuerung, d. h. die Beeinflussung des in den unteren Schichten beobachteten Wettergeschehens durch Vorgänge, deren Sitz in der Stratosphäre zu suchen ist. Eingeleitet wurden die auf breiter Basis durchgeführten Forschungen über diesen Gegenstand nach vorbereitenden Untersuchungen F. M Exners über die Advektion troposphärischer Luftmassen durch die bekannten grundlegenden Arbeiten H. v. Fickers1), welche die komplexe Natur des Bodendruckes erwiesen. Eine Fülle von Arbeiten und Untersuchungen teils synoptischen, teils statistischen und teils theoretischen Inhalts hat sich daran angeschlossen. Eine umfassende, bis in die letzten Einzelheiten gehende, zum Teil historisch gewürdigte Darstellung des Problems und eine kritische Auseinandersetzung mit allen gegen die stratosphärische Beeinflussung erhobenen Einwänden hat H. Ertel2) in seinem Wiener Referat 1931 gegeben, auf das hier als einschlägige Gesamtdarste11ung des gesamten Problemkreises, insbesondere auch wegen der Vollständigkeit der Literaturangaben, verwiesen werden muß.

Literatur

  1. 1).
    Insbesondere H. v. Ficker, Beziehungen zwischen Änderungen des Luftdruckes und der Temperatur in den unteren Schichten der Troposphäre. ( Zusammensetzung der Depressionen ), Wien. Sitzber. 1920.Google Scholar
  2. 2).
    II. Erte1, Der Einfluß der Stratosphäre auf die Dynamik des Wetters. Met. Zeitschr. 48, 1931, S. 461.Google Scholar
  3. 3).
    Erst kürzlich hat H. Erte1in zwei grundlegenden Arbeiten, Advektiv dynamische Theorie der Luftdruckschwankungen und ihrer Periodizitäten, Gerl. Beitr. z. Geophys. 46, 1935 Heft 1/2, S. 227 und Veröffentl. d. Met. Instituts d. Univ. Berlin, Bd. I Heft 1, eine dynamisch-advektive Theorie niedergelegt, auf die hier leider nicht näher eingegangen werden kann, da sie erst während der Drucklegung erschien. Es muß aber der Strenge der Ableitungen und der erzielten allgemeinen Resultate wegen vornehmlich auf diese beiden Abhandlungen hingewiesen werden.Google Scholar
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    G. Stüve, Thermozyklogenese, Beitr. zur Phys. d. fr. Atm. 12, 1926, S. 23.Google Scholar
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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • H. Philipps

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