Die Eroßmutter

  • Marie Elisabeth

Zusammenfassung

Die Betglocke der St. Maria Magdalenen-Kirche in der Stadt N. schlug eben ihre feierlichen, üblichen drei Schläge, um damit den Mittag einzuläuten. Auf dem bis jetzt so öden Kirchplatz, welcher, mit zwei Reihen Linden geschmückt, im Sommer eine der größten Zierden der Stadt bildete, wurde es plötzlich lebendig, dem die hoffnungsvolle Schuljugend verließ die Schule mit fröhlichem Lärmen, um sich vor dem Nachhausegehen noch ein wenig auf dem beliebten Spielplatz zu tummeln, damit die etwa zu Hause zu erwartenden Mußklöße oder der leckere Eierkuchen um so besser munde. Die Knaben mit auf dem Rücken geschnallten Ränzel, worin die Schulbücher und bei vielen auch leider die ganze Gelehrsamkeit, deren sie sich erfreuten, enthalten waren, liefen in dichten Gruppen schreiend und gestikulirend umher, und besprachen entweder die heutigen Schulstunden und die vorgekommenen Versetzungen, oder verabredeten, da es gerade Mittwoch war, zu dem heutigen schulfreien Nachmittage eine Schlittenparthie mit Piekschlitten von dem so beliebten Schützenhausberge hinunter bis zur Vorstadt. Eine große Anzahl stand streitend zusammen und konnte nicht einig warden über eine am Nachmittage auszuführende Parthie,

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1863

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  • Marie Elisabeth

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