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Ableitung und nähere Kennzeichnung der korrelativen Wirkungen innerhalb der Zellen

  • Martin Heidenhain
Part of the Vorträge und Aufsätze über Entwicklungsmechanik der Organismen book series (EMO, volume 32)

Zusammenfassung

Die korrelativen Wirkungen, welche sich innerhalb der geweblichen Systeme verbreiten, entstammen sicherlich dem Leibe der Zelle, denn der wachsende Keim, bei welchem diese Wirkungen bereits vorhanden sind, geht aus der Eizelle auf dem Wege der Furchung und Keimblattbildung hervor. Es handelt sich also bei der Zellenteilung nicht nur darum, daß die Kontinuität der lebendigen Materie erhalten und ihre Organisation auf die Nachkommen übertragen wird, sondern es wird implizite auch eine Kontinuität der Kräfte verwirklicht, welche an der Materie haften. Nun haben wir aber innerhalb des Zellenleibes besondere korrelative Wirkungen zwischen Kern und Plasma, welche in der bekannten Kern-Plasmaregel ihren Ausdruck finden, und es erscheint bei näherer Betrachtung die Folgerung unvermeidlich, daß, wenn die Zelle durch eine Folge von Teilungen in ein gewebliches System übergeht, die ursprünglich binnenzellige Korrelation sich erweitert zu einer Korrelation unter den Zellen selbst. Ist es also möglich, eine Wirkungsgemeinschaft von Zellen als ein gewebliches System zu charakterisieren, so ist auch die Herkunft und der dauernde Bestand der korrelativen Beziehungen, welche ein solches System beherrschen, verständlich, weil diese einerseits ontogenetisch cellulären Ursprunges sind, andererseits in den besonderen Wechselwirkung en zwischen dem Gesamtbestande an Kernen und Plasmasubstanz, die in dem System enthalten sind, ihre Grundlage haben.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Martin Heidenhain
    • 1
  1. 1.Anatomischen Instituts zu TübingenDeutschland

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