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Die Untersuchungen am Seeigelkeim

  • Martin Heidenhain
Part of the Vorträge und Aufsätze über Entwicklungsmechanik der Organismen book series (EMO, volume 32)

Zusammenfassung

Da die Eier der Seeigel ein hervorragendes Objekt für die experimentelle Embryologie sind, so hat Boveri (1901) die normale Entwicklung des Eies von Strongylocentrotus lividus noch einmal sehr genau untersucht; in dieser vortrefflichen Arbeit kommt der Autor zu einer allgemeinen Bestätigung von Drieschs Annahme betreffend eine polare Struktur oder Richtungsorganisation des Echinidenkeimes, deren allgemeine Orientierung im Raume durch Einführung einer Konstruktionslinie oder Achse mit ungleichen Polen zum Ausdruck gebracht werden kann. Nach der Bildung des Richtungskörpers am anmalen Pole des Eies sammelt sich ein anfänglich gleichmäßig über die Oberfläche hin verteiltes orangegelbes Pigment auf der vegetativen Hälfte des Eies in Form eines breiten durchaus oberflächlichen Gürtels an (Abb. I), so daß nunmehr für die äußere Betrachtung eine Schichtung der Eisubstanz in drei Gliedern wahrnehmbar wird, nämlich eine schmale klare Schichte von Eiprotoplasma am unteren vegetativen Pole, die Schichte des Pigmentringes und die obere abermals klare anmale Hälfte des Eies. Die Ebene des Pigmentringes liegt senkrecht über der angenommenen Richtungsachse und bringt nach Boveri die polare Orientierung der Eistruktur zum Ausdruck. Da das Pigment sich dauernd in gleicher Lage erhält, so ist es möglich, festzustellen, daß die anfängliche Polarität des Keimes der Reihe nach auf die Morula, Blastula und schließlich auf die Gastrula übernommen wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1923

Authors and Affiliations

  • Martin Heidenhain
    • 1
  1. 1.Anatomischen Instituts zu TübingenDeutschland

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