Blutkrankheiten

  • A. von Domarus

Zusammenfassung

Unter normalen Verhältnissen zeichnet sich das Blut durch eine außerordentliche Konstanz seiner morphologischen und physikalisch-chemischen Zusammensetzung aus, so daß schon geringe Abweichungen von der Norm als krankhaft aufzufassen sind. Da das Blut einen innigen Konnex zwischen allen Organen des Körpers vermittelt, insbesondere auch den Stoffaustausch derselben regelt, so geben seine Zusammensetzung und Änderungen derselben nicht nur Aufschluß über den Zustand der Blutbildungsorgane, sondern bilden in vielen Fällen einen getreuen Spiegel der auch im übrigen Körper sich abspielenden Krankheitsprozesse. Die hierbei zu beobachtenden Blutveränderungen (insbesondere Änderungen der Zahl und des Hämoglobingehaltes der Erythrocyten sowie der Leukocytenzahl) wurden in ihrer symptomatischen Bedeutung bereits wiederholt in den vorangehenden Kapiteln erwähnt. Sie haben für die Erkennung einer großen Reihe von Krankheiten einen hohen diagnostischen Wert. Unter Blutkrankheiten versteht man diejenigen Krankheitsbilder, bei denen die Alteration der hämatopoetischen Organe bzw. des zirkulierenden Blutes eine führende Rolle spielt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1936

Authors and Affiliations

  • A. von Domarus
    • 1
    • 2
  1. 1.Universität BerlinBerlinDeutschland
  2. 2.Horst-Wessel-Krankenhaus im Friedrichshain BerlinBerlinDeutschland

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