Die Leibeshöhle und die sich von ihr ableitenden Organsysteme (bes. das Ambulacralsystem der Echinodermen)

  • Otto Bütschli

Zusammenfassung

Schon in der allgemeinen Einleitung wurde die Entstehung einer Leibeshöhle, d. h. eines mit Flüssigkeit erfüllten Raums zwischen Darm- und Körperwand, ziemlich eingehend besprochen, so daß wir auf die frühere Erörterung (Bd. I, S. 15–22) verweisen dürfen. Dort wurde gezeigt, daß in der Ontogenese zwischen Urdarm und Ectoderm sehr häufig eine solche Höhle auftritt, die aus der Furchungshöhle der Blastula hervorgeht, und nach der Bildung des Urdarms zum Blastocoel oder der primären Leibeshöhle (Protocoel, Ziegler) wird. Bei den Larven zahlreicher Bilaterien (so Plathelminthen, Chätopoden, Oligomeren, Echinodermen, Mollusken, Acranier) erhält sich dieses Blastocoel; es entwickelt sich jedoch in ihm durch Einwanderung von Ecto- der Entodermzellen oder beider meist ein Mesenchym. Wie wir früher fanden, kommt es auch bei den komplizierteren Coelenteraten zur Entwicklung eines Mesenchyms, das sich zwischen Urdarm und Ectoderm einschiebt, ohne daß eine primäre Leibeshöhle gebildet wird. Ebenso wurde schon darauf hingewiesen, daß bei zahlreichen Bilaterien das ursprüngliche Blastocoel von einem später entstehenden Coelom (sekundäre Leibeshöhle, Deuterocoel) verdrängt werden kann und sich meist in das Blutgefäßsystem umbildet.

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1931

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  • Otto Bütschli

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