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Physiologie der Sinnesorgane

  • Ferdinand Scheminzky

Zusammenfassung

Zur Feststellung der einzelnen Druckpunkte in der Haut werden die Tastborsten nach V. Frey (siehe Abb. 65) benützt. Die Borsten sind auf je ein Holz-. stäbchen geklebt; je nachihrer Dicke ist der Druck, der auf die Haut ausgeübt werden kann, verschieden groß. Solange die Borste gerade gestreckt bleibt, wird der Druck unmittelbar auf die Haut übertragen, von einem oberen Grenzwert an biegt sie sich aber einfach durch. Ein zu schwacher, nicht gefühlter Druck ist unterschwellig; ein eben merklicher entspricht der Reizschwelle. Durch Benützung verschieden dicker Borsten kann die Reizschwelle für verschiedene Punkte gefunden werden. Setzt man die Tastborste auf einzelne Punkte der Haut des Handrückens, des Armes, des Gesichtes usw. auf, so können verschiedene Empfindungen ausgelöst werden. Besonders in der Nähe der Haare wird die Berührung als Druck empfunden (Druckpunkte). Die Versuchsperson muß sehr aufmerksam sein; es empfiehlt sich das Schließen der Augen zur Unterstützung der Konzentration. Wiederholt man die Bestimmungen mehrmals hintereinander, so findet man viel mehr Punkte als am Anfang, weil die Versuchsperson geübt ist. Nach einiger Zeit findet man wieder weniger, weil die Aufmerksamkeit nachläßt.

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Copyright information

© Springer-Verlag Wien 1944

Authors and Affiliations

  • Ferdinand Scheminzky
    • 1
  1. 1.Universität in InnsbruckReichenauDeutschland

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