Sektion der Beckenorgane

  • Robert Rössle

Zusammenfassung

Handelt es sich um eine männliche Leiche, so werden jetzt zuerst die Hoden untersucht. Da der unmittelbarste Weg zu ihnen — Einschneiden durch den Hodensack — nicht angängig ist, so müssen sie aus letzterem vermittels des Samenstranges von dessen Austritt aus dem Leistenkanal her herausgezogen werden. Dazu unterminiert man den an der Schamfuge endigenden Hautschnitt (s. S. 6) nach der Seite und legt den Samenstrang frei. Die herausgezogenen Hoden werden durch ihre Hülle hindurch unter Spannung der letzteren bis in das Rete testis und den Nebenhoden hinein halbiert oder der letztere für sich längs angeschnitten. Die Tunica vaginalis (das Periorchium) wird jedenfalls auseinandergeschlagen und der Hoden samt Nebenhoden auch von außen betrachtet. Dann läßt man beide Hoden vorläufig hängen.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1932

Authors and Affiliations

  • Robert Rössle
    • 1
  1. 1.Universität BerlinBerlinDeutschland

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