Advertisement

Zusammenfassung

Die Temperatur ist diejenige Eigenschaft der Wärme, die ihren Übergang vom wärmeren zum kälteren Körper veranlaßt. Man sagt wohl, zwei Körper A und B seien gleich warm, wenn bei gegenseitiger Berührung keine Wärme übergeht oder, im Sinne der mechanischen Wärmetheorie, wenn ebensoviel Wärme von B nach A wie von A nach B geht. Diese übliche Aussage trifft aber bei festen und flüssigen Körpern nur den Grenzfall verschwindend kleinen Dampfoder Lösungsdruckes. Wie sich beim Psychrometer das feuchte Thermometer mit der umgebenden Luft nicht nach gleicher Temperatur, sondern nach dem Wärmeinhalt abgleicht, so läßt sich aus allgemeiner Anschauung eigentlich nur der Begriff der Temperatur, nicht aber ein Maß für deren Gleichheit oder Ungleichheit gewinnen. Mathematisch formell führt Zeuner die Temperatur als integrierenden Divisor in die Wärmegleichungen ein, um das thermodynamisch unbestimmte Differential der Wärmemenge in ein thermodynamisch bestimmtes, die Entropie, überzuführen. Kelvin bestimmt die Stufung der Temperaturskala und damit die Gleichheit der Temperaturen aus dem zweiten Hauptsatz, in dem Sinn, daß ein zwischen je zwei Temperaturen sich abspielender, vollkommen umkehrbarer Kreisprozeß eine Arbeitsausbeute nach dem Satz von Carnot liefern muß (L. 337).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1933

Authors and Affiliations

  • Anton Gramberg
    • 1
  1. 1.Universität Frankfurt a. M.Frankfurt a. M.Deutschland

Personalised recommendations