Untersuchungen über den Strömungswiderstand der Gase in geraden zylindrischen Rohrleitungen

  • O. Fritzsche
Part of the Mitteilungen über Forschungsarbeiten auf dem Gebiete des Ingenieurwesens book series (volume 60)

Zusammenfassung

Der heute erreichte Stand unserer Kenntnis der Vorgänge bei der Strömung von Gasen läßt es geboten erscheinen, bei der Frage nach der gesetzmäßigen Bestimmung des kontinuierlichen Strömungswiderstandes in längeren Rohrleitungen drei Untersuchungsgebiete zu unterscheiden, die am einfachsten durch die Größe der Strömungsgeschwindigkeit umgrenzt werden:
  1. 1)

    die Geschwindigkeit liegt zwischen 0 und der Reynoldsschen kritischen Geschwindigkeit1): der Strölnungswiderstand ist proportional der mittleren Geschwindigkeit; Geltungsbereich des Poiseuilleschen Gesetzes;

     
  2. 2)

    die Geschwindigkeit liegt oberhalb der kritischen Geschwindigkeit, doch soweit unter der Schallgeschwindigkeit, daß ihr Quadrat gegenüber dem der Schallgeschwindigkeit vernachlässigt werden darf: der Strömungswiderstand ist annähernd proportional dem Quadrat der mittleren Geschwindigkeit;

     
  3. 3)

    die Geschwindigkeit ist mit der Schallgeschwindigkeit der Größe nach vergleichbar: der Strömungswiderstand ist in komplizierter Weise abhängig von Strom- und Schallgeschwindigkeit2).

     

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Literatur

  1. 1).
    die Geschwindigkeit liegt zwischen 0 und der Reynoldsschen kritischen Geschwindigkeit’): der Strölnungswiderstand ist proportional der mittleren Geschwindigkeit; Geltungsbereich des Poiseuilleschen Gesetzes;Google Scholar
  2. 2).
    die Geschwindigkeit liegt oberhalb der kritischen Geschwindigkeit, doch soweit unter der Schallgeschwindigkeit, daß ihr Quadrat gegenüber dem der Schallgeschwindigkeit vernachlässigt werden darf: der Strömungswiderstand ist annähernd proportional dem Quadrat der mittleren Geschwindigkeit;Google Scholar
  3. 3).
    die Geschwindigkeit ist mit der Schallgeschwindigkeit der Größe nach vergleichbar: der Strömungswiderstand ist in komplizierter Weise abhängig von Strom- und Schallgeschwindigkeit’).Google Scholar
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    L.-N. 4, S. 598.Google Scholar
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  21. 2).
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    Für die Wiedergabe auf l/5 verkleinert.Google Scholar
  25. 1).
    Die Ansicht, daß der Einfluß der Luftdichtigkeit als Potenzfunktion des spezifischen Gewichts zur Geltung kommt, ist zum ersten Mal von Althans ausgesprochen worden. “Ob gerade die von Althans eingeführte.2/3le Potenz von Y dem Einfluß der Luftdichtigkeit genau entspricht, oder ob vielleicht eine etwas größere, zwischen 2/3 und 1 liegende Potenz den tatsliehlichen Verhältnissen besser entsprechen würde, darüber können nur veriztßliche, speziell diese wichtige Frage berücksichtigende Versuche entscheiden.. (Iìas; L.-N. 31, S. 543).Google Scholar
  26. 1).
    Die Auswertung der Reihe II, 3 läßt sich ebensowohl unter der Voraussetzung adiabatiseher Strömung durchführen. Die Einführung der Bedingung d Q = 0 in die allgemeinen Glei-Google Scholar
  27. 1).
    Dieses Verfahren schließt sich an den you Lorenz benutzten Weg der Konstantenbestimmung an; vergl. L.-N. 30.Google Scholar
  28. 2).
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    Bei Einführung des die Leitung durchströmenden Gewichts G in kg/ st gelten die GleichungenGoogle Scholar
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    Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure 1905 S. 1453. — Auf den in der Zeitschrift 1908 S. 482 ff. veröffentlichten vollständigen Versuchsbericht konnte in den vorliegenden (Intersuchungen nicht eingegangen werben.Google Scholar
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    Für gewundene Ueberhitzerrohre (sogenannte Schlangenrohre) ist der Druckabfall einschließlich der Uebergangswiderstände in den Dampfkammern um mindestens 20 vH größer als in geraden glatten Rohrstrecken. Berner, a. a. O. S. 1454.Google Scholar
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    Dasselbe gilt für Leuchtgasleitungen, wie die gute Uebereinstimmung der entsprechenden Rechnungswerte mit den von Fliegner in seinem Bericht: Versuche an der Leuchtgasfernleitung zwischen Rorschach und St. Gallen — Journ. f. Gasbel. u. Wasservers. 1907 — mitgeteilten Versuchswerten beweist.Google Scholar

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© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1908

Authors and Affiliations

  • O. Fritzsche

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