Algebra pp 3-18 | Cite as

Zahlen und Mengen

  • B. L. van der Waerden
Conference paper
Part of the Die Grundlehren der Mathematischen Wissenschaften book series (GL, volume 33)

Zusammenfassung

Da gewisse logische und allgemein-mathematische Begriffe, mit denen der angehende Mathematiker vielfach noch nicht vertraut ist, in diesem Buch Verwendung finden, soll ein kurzer Abschnitt über diese Begri ffe vorangehen. Auf Grundlagenschwierigkeiten 1 soll dabei nicht eingegangen werden: wir stellen uns durchwegs auf den „naiven Standpunkt“, allerdings unter Vermeidung von paradoxienerzeugenden Zirkeldefinitionen. Der Fortgeschrittene braucht sich von diesem Kapitel bloß die Bedeutung der Zeichen ∈, ⊂, ⊃, ∧, ∨ und {..} zu merken und kann alles übrige übergehen.

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Literature

  1. 1.
    Für diese vergleiche man A. Fraenkel, Einführung in die Mengenlehre, 3. Aufl. (Berlin 1928), sowie Hilbert-Bernays, Grundlagen der Mathematik. Berlin I (1934), II (1939) und die dort zitierte Literatur.Google Scholar
  2. 1.
    „Zahl“ heißt vorläufig immer: natürliche Zahl.Google Scholar
  3. 2.
    Für den Beweis wie für die Beweise aller noch folgenden Sätze dieses Para graphen verweisen wir den Leser auf das Büchlein von E. Landau: Grundlagen der Analysis. Kap. 1. Leipzig 1930.Google Scholar
  4. 1.
    Eine Aussage „Alle A haben die Eigenschaft B“wird immer als richtig betrachtet, wenn es überhaupt keine A gibt. Ebenso wird die Aussage „Aus E folgt F“ (wo E und F Eigenschaften sind, die gewissen Objekten x zukommen können oder nicht) als richtig betrachtet, wenn es keine x mit der Eigenschaft E gibt. Das ist alles in Übereinstimmung mit der schon früher gemachten Bemerkung, daß die leere Menge in jeder Menge enthalten ist. Die Zweckmäßigkeit dieses in der Umgangssprache vielleicht nicht so Üblichen Wortgebrauchs ist z.B. daraus ersichtlich, daß nur so die Aussage„Aus E folgt F“ sich ausnahmslos in„Aus nicht-F folgt nicht-F“ verwandeln läßt. — Die Negation von„Aus E folgt (stets) F“ heißt: Es gibt ein x, für welches E richtig und F falsch ist.Google Scholar
  5. 1.
    Diese Annahme schließt in sich, daß <p durch die Relationen allein bestimmt wird; denn es gibt keine Zahlen mehr, die der 1 vorangehen.Google Scholar
  6. 1.
    Für eine etwas andere Einführung der negativen Zahlen und der Null siehe E.Landau: Grundlagen der Analysis, Kap. 4.Google Scholar
  7. 2.
    Für andere Definitionen des Begriffs der endlichen Menge vgl. A. Tarski: Sur les ensembles finis, Fund. Math. 6 (1925).Google Scholar
  8. 1.
    Math. Ann. Bd. 59 (1904) S. 514; Math. Ann. Bd. 65 (1908) S. 107-Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • B. L. van der Waerden
    • 1
  1. 1.Universität ZurichDeutschland

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