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Die Temperaturabhängigkeit der Myomerenzahl beim Hering (Clupea harengus L.)

  • Gotthilf Hempel

Zusammenfassung

Seit Heincxe 1) dient die Zahl der Wirbelkörper beim Hering und anderen Clupeiden als Merkmal zur Unterscheidung verschiedener Laichgemeinschaften. Schnakenbecx 2) und andere Autoren sahen in diesen Standortformen genetische Rassen mit erblichem Variationsbereich der Skelettmerkmale. Runnstrøm 3) und in letzter Zeit besonders Bückmann 4) fanden bei Untersuchungen in See eine negative Korrelation zwischen Wirbelzahl und Wassertemperatur innerhalb begrenzter Laichgemeinschaften und somit einen Hinweis auf die Modifikabilität dieser „Rassen“ merkmale. Laboratoriumsbefunde an Schollen [A. Dannevig 5)] und Salmoniden [Tåning 6), Hayes und Pelluet 7)] lieferten analoge Ergebnisse. Diese auch fischereibiologisch wichtige Streitfrage sollte durch die Aufzucht genetisch einheitlicher Heringe bei verschiedenen Temperaturen ihrer Lösung näher gebracht werden. Jedoch gelang es weder früheren Autoren [Kupffer 8), Meyer 9), Kotthaus 10), Schach 11), Dannevig 12)] noch uns, Heringslarven in genügend großer Zahl bis zu einer Größe aufzuziehen (>3 cm), in der die Wirbelkörper fertig verknöchert und damit zählbar sind. Es wurde daher nach anderen Merkmalen der Segmentierung gesucht: Bei lebenden Heringslarven läßt sich die Zahl der Myomeren (Muskelsegmente) mit einem Binokular meist exakt bestimmen. Eine Studie über die Temperaturabhängigkeit von Körperlänge und Inkubationszeit wird demnächst an anderer Stelle veröffentlicht. Die Aufzuchtversuche an Heringslarven sollen im Rahmen der eingangs aufgezeigten Fragestellung fortgesetzt werden.

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Literatur

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Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1953

Authors and Affiliations

  • Gotthilf Hempel

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