Germanium

  • O. Proske
  • H. Blumenthal
  • F. Ensslin

Zusammenfassung

Eigentliche Germaniummineralien sind außerordentlich selten. Wirtschaftlich am bedeutendsten ist der Germanit mit etwa 6% Ge und 0,8% Ga, der in Tsumeb (Südwestafrika) als bisher einaigem Vorkommen in größeren Mengen anfällt. Die Mineralien Arg yrodit (Ag8GeS6) Canfieldit [Ag8(Sn, Ge) S6] und Ultrabasit kommen in verschiedenen Erzgängen vor, sind aber höchst selten und daher nicht als Germaniumerze anzusprechen. Dagegen ist Germanium ein häufiger Begleiter von Zinkerzen. Es kommt vor allem in solchen Erzen vor, die bei mittlerer und niederer Temperatur entstanden sind. Die Gehalte bleiben aber fast stets unter 50 gut, sind oft noch viel geringer. Bei der Verarbeitung der Zinkerze reichert es sich bei manchen Zwischenprodukten an, z. B. beim New Jersey-Verfahren im Waschzink, das infolgedessen ein geeignetes Ausgangsprodukt zu seiner Gewinnung darstellt. Da es bei der Zinkelektrolyse außerordentlich störend ist, muß es zusammen mit anderen Elementen bei der Reinigung des Elektrolyten entfernt werden. Auch die dabei entstandenen Schlämme können als Ausgangsmaterial zu seiner Gewinnung dienen. — Manche Kohlensorten, insbesondere die Wealdenkohlen, enthalten nennenswerte Mengen Germanium, die bei der Verbrennung der Kohle in die Flugasche übergehen. Die Flugaschen können bis zu 1% Germanium enthalten.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1953

Authors and Affiliations

  • O. Proske
  • H. Blumenthal
  • F. Ensslin

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