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Vertretung der Beteiligten im Grundbuchverfahren

  • Brand
  • L. Schnitzler

Zusammenfassung

Die Beteiligten können sich bei allen ihren zu beurkundenden Erklärungen, insbesondere auch vor dem GBA bei Auflassungen und sonstigen zur Eintr. in das Grdb erforderlichen Anträgen und Bewilligungen, eines Bevollmächtigten bedienen. § 13 FGG. Die Wirksamkeit der Erklärungen des Bevollmächtigten wird nicht dadurch beeinträchtigt, daß derVertreter in der Geschäftsfähigkeit beschränkt ist. § 165 BGB. Mithin können auch junge Leute unter 21 Jahren als Bevollmächtigte im GrdbVerkehr auftreten (KGJ 35 A 223). Der Bevollmächtigte muß sich über die ihm erteilte Ermächtigung durch eine Vollmacht ausweisen. Diese Vollmacht muß in der Regel die Form des § 29 GBO aufweisen. Es muß also wenigstens die Unterschrift des Machtgebers gerichtlich oder notariell beglaubigt sein; dagegen ist die gerichtliche oder notarielle Beurkundung der Vollmacht selbst zum Abschluß eines Grdstücksveräußerungsvertrags (s. JFG 16 158, OLG München) oder zu Auflassungen1 und zur Bewilligung sonstiger Eintragungen im Grdb nicht erforderlich (KGJ 22 A 296). Siehe auch RGR Anm. 3 c zu § 313 S. 592. Die Vollmacht zur Veräußerung eines Grdstücks bedarf der Form des § 313 BGB, wenn sie unwiderruflich ist. BGH vom 11. 7. 52 — VZR80/52, JR S. 403 = NJW S. 1210 und DNotZ S. 477. Die Unwiderruflichkeit kann, wenn sie nicht in der Vollmachtsurkunde ausdrücklich erwähnt ist, auch aus den Besonderheiten des Einzelfalls gefolgert werden.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1954

Authors and Affiliations

  • Brand
  • L. Schnitzler
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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