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Röntgenstrahlung und Radioaktivität Röntgenstrahlen

  • Max Pollermann

Zusammenfassung

Röntgenstrahlen sind wie das Licht elektromagnetische Strahlen. Sie entstehen beim Aufprall von Elektronen (Kathodenstrahlen) auf Materie. Man unterscheidet Bremsstrahlen (weiße Röntgenstrahlen) und charakteristische Röntgenstrahlen (Eigenstrahlen). Bei der Erzeugung der Bremsstrahlung wird einzelnen Elektronen auf dem Wege einer Atomdurchquerung die volle Energie oder zum mindesten ein wesentlicher Bruchteil entzogen und als Röntgenwelle ausgestrahlt. Solche Prozesse sind selten. Die meisten Elektronen verlieren ihre Energie durch Zusammenstöße mit sehr vielen Atomen, denen sie kleine Bruchteile ihrer Energie abgeben, die schließlich als Wärme in Erscheinung treten; die Ausbeute an Röntgenstrahlen ist also klein. Sie nimmt mit wachsender Spannung zu. Der ausgestrahlten Röntgenwelle ordnen wir (s. 5.111) einen Strom von Lichtquanten zu, deren Energieinhalt v · h gleich dem Verlust der gebremsten Elektronen an kinetischer Energie ist. Wir erwarten also Lichtquanten sehr verschiedener Energie und demnach Röntgenstrahlen verschiedener Wellenlänge, d. h. ein kontinuierliches Spektrum (s. Abb. 139). Die kinetische Energie eines Elektrons (Ladung e, Masse m), welches ein Potentialgefälle von U Volt durchfallen hat, ist e · U (S. 53). Die größte Energie eines Quantes kann bei einer Spannung von U Volt also
$$\upsilon \cdot h = eU$$
betragen. Die zugehörgie Wellenlänge ist dann, weil \(\lambda = \frac{c}{\upsilon }\) ?S.99? \(\lambda = \frac{{ch}}{{eU}} = \frac{{12,34}}{U}{10^{ - 8}}cm\),(105) wenn U in Kilovolt gemessen wird.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1960

Authors and Affiliations

  • Max Pollermann
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule MünchenDeutschland

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