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Gallenblase

  • F. Grosse-Brockhoff

Zusammenfassung

Störungen der Motilität der Gallenblase oder Gallengänge werden als Dyskinesie bezeichnet. Dyskinesien sind Betriebsstörungen der Gallenblase und ihrer Ausführungsgänge, die auf nervös-humoraler Ursache beruhen. Dyskinesien können ohne nachweisbaren pathologisch-anatomischen Befund bleiben oder erst sekundär zu pathologisch-anatomisch nachweisbaren Veränderungen führen. Die tägliche Gallenproduktion der Leber beträgt 500–1000 cm3 pro die. Die Entleerung der Gallenblase wird von mehreren Faktoren beherrscht. Durch Kontraktion der Gallenblasen-muskulatur wird der Innendruck von 50–70 mm H2O auf 250 mm H2O gesteigert; der im Sphincter Oddi normalerweise herrschende Druck von 100–120 mm H2O wird so überwunden. Der Abfluß der Galle in den Dünndarm wird noch dadurch erleichtert, daß zeitlich zusammen mit der Gallenblasenkontraktion der Sphincter Oddi erschlafft. Das Einströmen der Galle in den Dünndarm findet nur während der Erschlaffungsphase des Dünndarms statt, da der Druck im Dünndarm während dessen Kontraktion etwa 700 mm H2O beträgt. Während der Dünndarmkontraktionen ist der Sphincter Oddi verschlossen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1950

Authors and Affiliations

  • F. Grosse-Brockhoff
    • 1
  1. 1.Medizinischen Universitäts-Klinik BonnBonnDeutschland

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