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Zusammenfassung

Als Werkstoffe für Gesenkschmiedestücke kommen grundsätzlich alle knetbaren Metalle in Betracht. Technische Bedeutung haben davon jedoch nur Kupfer, Aluminium, Magnesium, Nickel, Titan bzw. ihre Legierungen, insbesondere jedoch unlegierter und legierter Stahl. Zur Sicherung und Erweiterung der Kenntnisse vom inneren Verhalten dieser Werkstoffe bei der Warmumformung bedarf es der Verfahren der Metallographie und der Metallphysik. Diese finden ständig neue Aufgaben, z. B. in der Untersuchung neu entwickelter Legierungen, bei der Beobachtung des Einflusses neuer Wärmebehandlungsverfahren u. a. m. Ein Problem besteht u. a. auch noch in der Frage, ob beim Schmieden, d. h. unter hohen Drücken, eine echte „Verdichtung“ — d. h. eine Volumenverminderung — auftritt. Hierbei würde vor allem der Einfluß der Größe der Druckkräfte interessieren.

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Literatur

  1. 1.
    Mitunter ist es erforderlich, die gewalzte Oberflächenschicht der Blöckchen z. B. durch Abdrehen bzw. Schälen ganz zu entfernen, wenn vom Schmiedestück her die sichere Ausschaltung aller Oberflächenfehler verlangt wirdGoogle Scholar
  2. 2.
    Unter Umständen können schon die Unterschiede in einem Gußblock die Toleranzgrenzen erreichen oder überschreitenGoogle Scholar
  3. 1.
    Unter Härtbarkeit versteht man die Fähigkeit eines Stahles, durch Abschrekken oberflächlich oder durchgreifend eine stark gesteigerte Härte durch Bildung von Martensit oder Zwischenstufengefüge anzunehmen. Von Interesse sind die erreichbare Höchsthärte und der Härte-Tiefe-Verlauf. Die Höchsthärte ist eine Funktion des C-Gehaltes. Der Härte-Tiefe-Verlauf (Einhärtung) ist in starkem Maße vom Umwandlungsverhalten abhängigGoogle Scholar
  4. 2.
    Beim Stirnabschreckversuch wird eine zylindrische Probe 25 Ø × 100 mm an einer Stirnseite abgeschreckt. Als Maß für die Härtbarkeit gilt der Härteverlauf auf einer Mantellinie in Abhängigkeit vom Abstand zu der betreffenden Stirnseite. Dieser Versuch ergibt bei Einhaltung der vorgeschriebenen Bedingungen reproduzierbare Ergebnisse, aus denen Rückschlüsse auf die zweckmäßige Steuerung des Härte- und — bei anschließenden Anlaßversuchen — Vergütungsprozesses gezogen werden können. Er stellt einen Ausschnitt aus dem Zeit-Temperatur-Umwandlungsschaubild für kontinuierliche Abkühlung dar und ist geeignet, diesem zu größerer allgemeiner Anwendbarkeit zu verhelfen [70]Google Scholar
  5. 1.
    Lueg und Müller berichteten kürzlich über Versuche zur Bestimmung des Kraft- und Arbeitsbedarfs beim Warmscheren von Stahl in Abhängigkeit von Temperatur (700 · · · 1100 °) und Schnittgeschwindigkeit (5...300 mm/s) . Danach ist das Trennen in der Wärme bei unlegierten und niedriglegierten Stählen ein nahezu reiner Schervorgang, d. h. es muß über den ganzen Arbeitsweg Scherarbeit geleistet werden (bildsames Schnittverhalten). Mit sinkender Temperatur und zunehmender Schnittgeschwindigkeit zeigte sich teilweise sprödes Schnittverhalten, d. h. der Werkstoff wird nach kürzerem Anschnitt durch Bruch völlig getrennt. Scherfestigkeit = Größtkraft :Anfangsquerschnitt und Scherarbeit nehmen mit der Schnittgeschwindigkeit nach einer Potenzfunktion in ähnlicher Weise wie die Formänderungsfestigkeit mit der Formänderungsgeschwindigkeit zu [71]Google Scholar
  6. 2.
    Nach einem während des letzten Krieges von der deutschen Industrie entwickelten VerfahrenGoogle Scholar
  7. 1.
    Kornvergröberungen an ferritischen Stählen lassen sich ohne weiteres durch eine Wärmebehandlung nicht wieder beseitigenGoogle Scholar
  8. 1.
    Max-Planck-Institut für Eisenforschung, Düsseldorf, und Laboratorium für Werkzeugmaschinen der Technischen Hochschule AachenGoogle Scholar
  9. 2.
    Unter isothermem Glühen wird ein Grobkorn- oder Hochglühen bei Temperaturen weit über GOS mit anschließender gesteuerter Abkühlung und nachfolgender Perlitglühung bei Temperaturen wenig unter Ac 1 verstanden. Das Verfahren wird bei untereutektoiden Stählen zur Erzielung eines für die wirtschaftliche Bearbeitung durch Abspanen günstigen Werkstoffzustandes (hohe Standzeit, hohe Schnittgeschwindigkeit, einwandfreie Spanbildung) angewandt. In der ersten Stufe erfolgt Grobkornbildung, während in der zweiten Stufe durch Perlitisierung die Festigkeit und Zähigkeit in gewünschter Weise beeinflußt wird. Nach der spanenden Bearbeitung muß in vielen Fällen durch eine erneute Wärmebehandlung (Vergütung) das Gefüge zwecks besserer Widerstandsfähigkeit gegen die zu erwartenden Beanspruchungen nochmals umgewandelt werdenGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1957

Authors and Affiliations

  • Kurt Lange
    • 1
  1. 1.HannoverDeutschland

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