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Arbeitsprinzipien der Mechanik

  • István Szabó

Zusammenfassung

Schon im Altertum findet man auf dem Energie- bzw. Arbeitsbegriff fußende Gedanken, deren konsequente Verfolgung im Laufe der Jahrhunderte zu einem allgemeinen und auch auf die Kinetik ausdehnbaren „Gleichgewichtsprinzip“ geführt hatte. Heron von Alexandrien (um 100 n. Chr.) spricht schon davon, daß bei Zahnrädern und ähnlichen Vorrichtungen (z. B. in Flaschenzügen) eine „Verzögerung“ eintritt, da man um so mehr Zeit braucht, je kleiner die bewegende Kraft im Verhältnis zur Last ist, so daß an Zeit verlorengeht, was an Kraft gewonnen wird. Galilei (1564–1642), der (für Parallelkräfte) den mit der Arbeit dimensionsgleichen Begriff des Drehmomentes einführt, spricht die Gleichgewichtsbedingung wie folgt aus: Zwei Kräfte sind im Gleichgewicht, wenn ihre Momente entgegengesetzt gleich sind. Für beliebig gerichtete Kräfte formuliert Johann Bernoulli (1667–1748) im Jahre 1717 einen Gleichgewichtssatz: An einem Körper ist unter der Einwirkung von Kräften Gleichgewicht vorhanden, „wenn die Summe der positiven Energien gleich der Summe der negativen Energien ist“.

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Literatur

  1. 1.
    Man nennt die Formulierung (27.1) oft auch Prinzip der virtuellen Verschiebungen oder Verrückungen, da hier die Verschiebungen (und nicht etwa die Kräfte) „variiert“ werden.Google Scholar
  2. 1.
    Siehe I. Szabó: Höhere Technische Mechanik, 3. Aufl., 1960, § 1.zbMATHCrossRefGoogle Scholar
  3. 1.
    Ausführlicher über dieses auch für andere Probleme wichtige Verfahren in I. Szabó: Höhere Technische Mechanik, 3. Aufl. Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer 1960.zbMATHCrossRefGoogle Scholar
  4. 1.
    Von D’Alembert selbst wurde das Prinzip in Form der Gleichgewichtsbedingungen des starren Körpers formuliert. Das Wesentliche der D’alembertschen Gedanken findet sich schon bei Jacob Bernoulli (s. I. Szabó: Höhere Technische Mechanik, § 3.2).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1963

Authors and Affiliations

  • István Szabó
    • 1
  1. 1.Technischen Universität BerlinDeutschland

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