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Die Festlegung eines Körpers durch Lager und entsprechende Anschlüsse

  • Wilhelm Schlink

Zusammenfassung

Wir haben in den letzten Ausführungen Körper betrachtet, die.durch besonders Stützungsstäbe mit der Erde verbunden sind. Geradeso wie bei der ebenen Stützung können nun auch hier statt der Stützungsstäbe andere Verbindungen zwischen Körper und Erde (bzw. einem starren Gebilde) gewählt werden, Anschlüsse, Lager, und es ist die Frage, welcher Zusammenhang zwischen ihnen und den Stützungsstäben besteht. Wir gehen von den einfachsten Lagern aus. Die bei den ebenen Balken betrachteten Abstützungen waren: das feste Auflager (drehbar, aber unverschieblich), das bewegliche Auflager (drehbar und verschiehlich) und die Einspannung (undrehbarund unverschieblich). Bei den beiden ersteren war der Balken mit der Unterlage durch ein Gelenk verbunden, so daß kein Moment vom Balken auf die Unterlage weitergeleitet werden konnte. Wollen wir nun Vorkehrungen treffen, daß vorn räumlichen Balken oder Körper auf die Unterlage kein Moment übertragen wird, so müssen wir ein Kugelgelenk anordnen, damit jede Drehmöglichkeit vorhanden ist. Den unteren Teil des Lagers können wir dann unverschieblich gestalten (Abb. 415a), also fest mit dem Mauerwerk verbunden, oder verschieblich in einer Richtung. (Abb. 415b, e) oder verschieblich in jeder Richtung (Abb. 415d). Die Verschieblichkeit in einer Richtung kann mittels Rollen herbeigeführt werden, die für jede Richtung mit Hilfe von Kugeln, die zwischen Lagerklotz und Unterlager eingeordnet werden Durch diese Lager -können keine Momente übertragen werden, ab o für jedes ist.M = 0 oder, anders ausgedrückt,. Mx, My,.M z können nicht auf die Unterlage weiterge-bitetweitergeführt werden, d. h. es kön- die drei Komponenten X, Y, Z übertragen werden oder, mit anderen Worten: beim festen Auflager im Raum mit Kugelgelenk kann eine Lagerreaktion in der x-, y-und z-Richtung auftreten (bei dem ebenen festen Lager nur eine solche in der lotrechten und in der waagerechten Richtung). Bei dem Rollendrehlager entsteht in der Verschiebungsrichtung keine Lager-kraft, also können nur Kräfte über-tragen werden in der lotrechten Richtung und hi der waagerechten Ebene senkrecht zur Bewegungsrichtung; bei Abb`. 415b solche in der y-Richtung, bei Abb. 415e in der x-Richtung. Bei dem Kugellager der Abb. 415d kann überhaupt keine waagerechte Kraft übertragen werden, sondern nur die z-Komponenté. Es stellt demgemäß das feste Raumlager mit Kugelgelenk drei Unbekannte dar, das Rollendrehlager zwei, das Kugeldrehlager eine. Im letzten Falle liegt die Lagerkraft senkrecht zur Stützungsebene, im zweiten Falle Liegen beide Komponenten in einer Ebene senkrecht zur Bewegungsrichtung, also fällt auch die Lagerkraft selbst in diese Ebene hinein. Im ersten Falle kann die Lagerkraft jede beliebige Richtung annehmen.

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Copyright information

© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 1946

Authors and Affiliations

  • Wilhelm Schlink
    • 1
  1. 1.Technischen Hochschule DarmstadtDarmstadtDeutschland

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